Ein Rettungsweste, die von einer Überlebenden der Titanic-Katastrophe getragen wurde, ist bei einer Auktion für rund 609.000 Euro versteigert worden.

Die Weste gehörte Laura Mabel Francatelli, der Sekretärin der Modedesignerin Lady Lucy Duff Gordon. Francatelli trug sie im Rettungsboot Nummer eins, als das Schiff am 15. April 1912 im Nordatlantik sank. Nach ihrer Rettung wurde die Weste von Francatelli und anderen Überlebenden signiert, was ihren historischen Wert zusätzlich erhöht.

Historisches Artefakt mit persönlicher Note

Die Weste war zuvor im Titanic-Museum in Belfast ausgestellt worden und gilt als eines der wenigen erhaltenen Kleidungsstücke, die direkt mit den Überlebenden in Verbindung gebracht werden können. Auktionshäuser und Sammler schätzen solche Objekte nicht nur wegen ihrer Seltenheit, sondern auch wegen der persönlichen Geschichten, die sie verkörpern.

Neben der Weste wurden bei derselben Auktion weitere Titanic-Artefakte versteigert, darunter ein Kissen aus einem Rettungsboot für etwa 356.000 Euro. Auch eine Brille und eine goldene Uhr, die dem Passagier der ersten Klasse Frederick Sutton gehörten, fanden neue Besitzer. Sutton war einer von etwa 1.500 Menschen, die bei der Katastrophe ums Leben kamen.