Ein in der Ostsee gestrandeter Buckelwal namens "Timmy" hat am Sonntagmorgen erstmals wieder deutliche Lebenszeichen gezeigt. Der Wal, der seit 20 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel liegt, könnte nun möglicherweise gerettet werden. Rettungskräfte bereiten sich darauf vor, den geschwächten Meeressäuger zurück in tiefere Gewässer zu leiten.

Rettungsbemühungen laufen auf Hochtouren

Der Wal habe am Sonntagmorgen "tolle Reaktionen" und viel Lebensenergie gezeigt, wie Beobachter berichteten. Die private Rettungsinitiative, die sich um Timmy kümmert, hat bereits einen Notfallplan aktiviert. "In diesem Fall greife 'Plan B'", erklärte eine Sprecherin.

"Das heißt, die Boote der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind auf Stand-by, dass für den Fall, dass er los schwimmt, wir ihn dann guiden können", sagte Constanze von der Meden, eine Rechtsanwältin der Rettungsinitiative. Sie fügte hinzu: "Und es ist sichergestellt, dass wir ihn dann auch bis in die Nordsee und dann über die Nordsee in den Atlantik leiten können."

Bisher war geplant, unter den Wal eine zwischen Pontons befestigte Plane zu führen, um ihn zu stabilisieren. Ob dieser Plan noch umgesetzt wird, bleibt unklar. Die entscheidende Frage sei nun, "ob sich dieser Wal noch geleiten lässt", so von der Meden.

Physikalische Daten und bisherige Lage

Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Seit seinem Stranden vor 20 Tagen in der Wismarbucht haben sich Rettungskräfte und Freiwillige unermüdlich um das Tier bemüht.