Die US-Sängerin Taylor Swift hat der Stadt New York nach Angaben aus dem Rathaus mehr als 160.000 Dollar (etwa 140.000 Euro) für die Sicherheitsmaßnahmen rund um ihre Hochzeit mit dem Football-Profi Travis Kelce im Madison Square Garden gezahlt.

Die Hochzeit fand am vergangenen Wochenende in der berühmten Mehrzweckhalle in Manhattan statt. Wie aus der Stadtverwaltung hervorgeht, deckte die Zahlung den Polizeieinsatz ab, der für den Schutz der Veranstaltung nötig war. Der Madison Square Garden zählt zu den bekanntesten Veranstaltungsorten der USA und war Schauplatz einer mehrtägigen Feier.

Auf eine kleinere Feier mit Berichten zufolge rund 100 Gästen folgte ein Hochzeitsspektakel mit angeblich etwa 1.000 Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten. US-Medien spekulieren über viele Millionen Dollar an Gesamtkosten für die Veranstaltung, ohne dass offizielle Zahlen zu Blumenschmuck, Catering oder Location vorliegen.

Hintergrund: So funktioniert die Kostenregelung in New York

Die Regelung, dass Veranstalter privater Events die Kosten für zusätzliche Polizeikräfte übernehmen, ist in New York seit langem üblich. Auch bei Konzerten, Sportevents oder Filmpremieren greift die Stadt auf dieses Modell zurück, wenn der reguläre Polizeiapparat nicht ausreicht. Die nun veröffentlichte Summe von rund 160.000 Dollar reiht sich in vergleichbare Fälle ein.

Bürgermeister Zohran Mamdani bestätigte die Zahlung gegenüber Medien und erklärte, die Stadt habe Swift wie jeden anderen Veranstalter behandelt. Es seien keine Sonderregelungen getroffen worden. Die Polizei sei ausschließlich für die Sicherheit im Umfeld der Halle und für Verkehrsmaßnahmen zuständig gewesen.

Die Hochzeit selbst war über Monate hinweg Gegenstand von Spekulationen gewesen. Swift und Kelce hatten ihre Verlobung zuvor öffentlich gemacht, Details zur Zeremonie aber streng geheim gehalten. Erst nach der Feier sickerten einzelne Informationen über die Gästeliste und den Ablauf an die Presse.

Reaktionen und Spekulationen über die Gesamtkosten

In den sozialen Medien sorgten vor allem Bilder von Hochzeitsgästen und Dekoration für Aufsehen. Ein Künstler bot später Gegenstände aus dem Umfeld der Feier als Sammlerstücke an, was Diskussionen über den Umgang mit Hinterlassenschaften von Promi-Events auslöste. Die Stadtverwaltung äußerte sich dazu nicht.

Die Sicherheitskosten sind nur ein Teil der Gesamtausgaben. Branchenkenner verweisen darauf, dass bei Großveranstaltungen in dieser Größenordnung schnell sechsstellige Beträge allein für Logistik, Sicherheitspersonal und Verkehrsmanagement anfallen. Hinzu kommen Ausgaben für Bewirtung, Unterhaltung und Unterbringung der Gäste.

Unklar bleibt, in welcher Höhe die Stadt New York weitere Einnahmen aus der Veranstaltung verbuchen konnte, etwa durch Steuern auf Catering, Blumenschmuck oder externe Dienstleister. Das Rathaus kündigte an, die finanziellen Auswirkungen der Hochzeit in einem späteren Bericht detaillierter darzustellen.

Offene Fragen zur finanziellen Bilanz der Stadt

Für Swift ist es nach mehreren Stadiontourneen und Stadionkonzerten nicht der erste Kontakt mit der New Yorker Polizei. Bereits bei früheren Auftritten hatte die Sängerin mit der Stadt Sicherheitsabsprachen getroffen. Die nun veröffentlichte Summe liegt nach Einschätzung von Beobachtern im Rahmen dessen, was bei Events dieser Kategorie üblich ist.

Die Berichterstattung über die Hochzeit wurde auch von anderen Promi-Themen überlagert. In den Tagen danach dominierten Bilder von einer Filmpremiere in Paris, ein Auftritt von König Charles in einem Londoner Zoo sowie Meldungen über den Tennisspieler Alexander Zverev die Schlagzeilen. Die Hochzeit selbst rückte dadurch teilweise in den Hintergrund.