Eine internationale Studie unter Leitung von Yuanyuan Du zeigt, dass die Zahl diagnostizierter Unfruchtbarkeitsfälle bei Frauen zwischen 35 und 49 Jahren zwischen 1990 und 2023 weltweit von rund 27 auf fast 54 Millionen gestiegen ist.

Weltweite Zunahme der Diagnosen

Die Analyse wurde am Dienstag im Fachjournal „The Lancet Obstetrics, Gynaecology & Women's Health" veröffentlicht. Grundlage sind Daten der Global-Burden-of-Disease-Studie (GBD), die Entwicklungen in 204 Staaten zwischen 1990 und 2023 untersucht. Die Forschungsgruppe um Yuanyuan Du vom Hangzhou Institute of Medicine und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften wertete dafür Angaben aus Fachliteratur und Datenbanken aus.

„Betroffen seien insbesondere Frauen im Alter zwischen 35 und 49 Jahren", heißt es in der Studie. Demnach stieg die weltweite Rate diagnostizierter Fälle je 100.000 Frauen in dieser Altersgruppe im genannten Zeitraum deutlich an. Insgesamt hätten sich die Diagnosen „von rund 27 Millionen auf fast 54 Millionen" erhöht.

Eine Ursache sehen die Forschenden darin, dass viele Frauen erst in deutlich höherem Alter als früher Kinder bekommen möchten - und es dann wegen altersbedingter Unfruchtbarkeit nicht mit einer Schwangerschaft klappt. „Vor allem wohlhabendere Länder seien betroffen, in denen Frauen im Mittel später Kinder bekommen."