Wien, 10 Juli 2026
Das Belvedere 21 zeigt mit "Stellprobe" noch bis 4. Oktober eine Sammlungsschau, die das Wirken der scheidenden Generaldirektorin Stella Rollig Revue passieren lässt.
Unter dem theatralen Titel "Stellprobe" versammelt das Haus rund 160 Werke, die in den vergangenen zehn Jahren in die Belvedere-Sammlung gelangt sind. Die Auswahl traf Rollig gemeinsam mit Chefkuratorin Luisa Ziaja. Von den rund 2.500 Neuzugängen, die in den zwei Amtszeiten der Direktorin via Ankauf oder Schenkung ans Belvedere kamen, bildet die jetzige Auswahl einen repräsentativen Querschnitt – den Zeitraum der vergangenen 500 Jahre abdeckend.
Eine Sammlung, die bleibt
Die Präsentation ist insofern eine "wilde Mischung", als sie Werke aller Epochen umfasst, für die das Belvedere laut Gesetz zuständig ist. Das älteste Exponat sind drei Gemälde des "Meisters der Oberfalkensteiner Altarflügel" aus der Zeit um 1510. Werke des 19. Jahrhunderts wie Rudolf von Alts "Der schöne Brunnen vor der Frauenkirche in Nürnberg" finden sich in trauter Eintracht mit VALIE EXPORTS "Die Mappe der Hundigkeit" aus 1969 oder Birke Gorms "Woman cut in half" aus 2024.
