Die italienische Wettbewerbsbehörde hat eine Untersuchung gegen den Wuppertaler Hausgerätehersteller Vorwerk eingeleitet, weil das Unternehmen angeblich unlautere Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit der Einstellung von Cloud-Diensten für seine Neato-Staubsaugerroboter betreibt.
Ermittlungen und Durchsuchungen
Die italienische Kartellbehörde, unterstützt von der Finanzpolizei, durchsuchte am Mittwoch die Büros von Vorwerk Management und Vorwerk Italia. Die Ermittlungen richten sich gegen zwei italienische Tochtergesellschaften des Unternehmens und wurden nach zahlreichen Verbraucherbeschwerden eingeleitet.
Vorwerk soll die Smart-Services für die Neato-Roboter eingestellt haben, wodurch essentielle Funktionen entfielen und die Geräte praktisch unbrauchbar wurden. Die Behörden prüfen, ob dies gegen Wettbewerbsregeln verstößt.
Reaktion von Vorwerk
Der Thermomix-Hersteller kündigte an, vollständig mit den Behörden zusammenzuarbeiten. "Vorwerk teilte am späten Donnerstagabend mit, uneingeschränkt mit den Behörden zu kooperieren", hieß es in einer Stellungnahme.
Die Untersuchung wirft Fragen zur Verantwortung von Herstellern für die langfristige Funktionalität vernetzter Geräte auf. Verbraucherschützer hatten bereits in der Vergangenheit kritisiert, dass Unternehmen durch die Einstellung von Diensten Produkte vorzeitig obsolet machen könnten.
