Im Jahr 2022 war das Tanken inflationsbereinigt deutlich teurer als in den Vorjahren, wie aktuelle Daten zeigen.

Die höchsten Dieselpreise wurden im Juli 2022 mit 2,09 Euro pro Liter erreicht. Die Einführung der CO2-Bepreisung im Oktober desselben Jahres trug zu den Preissteigerungen bei. Bereits 2012 waren die Kraftstoffkosten historisch hoch, mit durchschnittlich 1,450 Euro für Eurosuper und 1,410 Euro für Diesel.

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) veröffentlichte 2022 eine Sektoruntersuchung, die keine Marktmanipulation, aber deutliche Gewinnsteigerungen in der Mineralölbranche feststellte. Die Raffineriemargen der Unternehmen verdreifachten sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs.

Im September 2022 setzte der damalige Wirtschaftsminister Martin Kocher eine Preiskommission ein, um die Entwicklung zu analysieren. Eine Umfrage im Oktober 2022 ergab, dass 71 Prozent der Befragten mit dem Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen zufrieden waren.

Bis März 2023 waren die Preise für Eurosuper im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 40 Cent pro Liter gefallen. Bereits 2008 hatte die globale Finanzkrise zu einem deutlichen Anstieg der Spritkosten geführt.