Der spanische Radprofi Igor Arrieta hat die fünfte Etappe des Giro d'Italia nach einem chaotischen Finale mit Sturz und Orientierungsfehlern gewonnen.

Dramatisches Finale in Neapel

Die 141 Kilometer lange Strecke von Paestum nach Neapel verlief zunächst unspektakulär mit kaum Höhenmetern. Doch das Rennen entwickelte sich zu einem der kuriosesten Etappen des diesjährigen Giro. 13,5 Kilometer vor dem Ziel stürzte Arrieta in einer Abfahrt, wodurch der Weg für Alfonso Eulalio zunächst frei schien. Doch nur wenige Kilometer später kam auch der Portugiese zu Fall, was Arrieta die Chance zum Aufholen gab.

Mit letzter Kraft kämpfte sich der Spanier zurück zu Eulalio und überholte ihn 200 Meter vor dem Ziel. "Ich war völlig leer auf den letzten Kilometern, aber ich wusste, dass es Eulalio genauso geht", sagte Arrieta nach dem Rennen. "Es waren ja nur noch zwei Kilometer." Sein UAE-Teamkollege Jhonatan Narvaez hatte am Vortag ebenfalls für die gebeutelte Mannschaft gesiegt, die auf der zweiten Etappe ihre drei wichtigsten Fahrer verloren hatte.