Die österreichische Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf hat am Mittwoch angekündigt, die Empfehlungen einer unabhängigen Reformkommission nach und nach umzusetzen und dafür organisatorische sowie finanzielle Strukturen zu schaffen.

Die Hilfsorganisation reagiert damit auf Fälle von Gewalt und Missbrauch, die an mehreren Standorten öffentlich bekannt geworden waren. Eine Reformkommission unter der Leitung der ehemaligen Präsidentin des Obersten Gerichtshofs (OGH), Irmgard Griss, hatte zuvor Empfehlungen erarbeitet. Diese Empfehlungen wurden laut SOS-Kinderdorf von einer internen Arbeitsgruppe mit 27 Expertinnen und Experten analysiert.

Konkrete Maßnahmen und Zeitplan

In einer Aussendung am Mittwochmittag erklärte SOS-Kinderdorf-Geschäftsführerin Carolin Porcham, der Bericht sei „ein Arbeitsauftrag“ und keine bloße Liste einzelner Maßnahmen: „Die Empfehlungen der Reformkommission sind für uns keine Liste einzelner Maßnahmen.“ Die Organisation wolle Bewährtes fortführen, dort konsequent verändern, wo es notwendig sei, und verbindliche Strukturen für die Zukunft schaffen. Porcham betonte: „Wir bauen auf Bewährtem auf, verändern konsequent dort, wo es notwendig ist, und schaffen verbindliche Strukturen für die Zukunft. Daran werden wir uns messen lassen.“