Algerier zu sieben Jahren Haft wegen Unterstützung von Bankomat-Sprengungen verurteilt Wien, 8. April 2026 Ein 27-jähriger Algerier wurde wegen Beihilfe zu einer Serie von 14 Bankomat-Sprengungen in Wien zu sieben Jahren Haft verurteilt. Das Wiener Landesgericht befand den Mann für schuldig, einer kriminellen Bande logistische Unterstützung geleistet zu haben. Die Gruppe war für die Sprengung von Geldautomaten in der österreichischen Hauptstadt verantwortlich.

## Hintergrund der Taten Der Algerier stellte der Bande eine Wohnung in Wien-Donaustadt zur Verfügung und half bei der Beschaffung von E-Rollern und Mietwagen für die Anschläge. Die Täter nutzten diese Ressourcen, um ihre Sprengstoffanschläge auf Bankomaten durchzuführen. Insgesamt wurden 14 solcher Attacken verübt, die erheblichen Sachschaden verursachten.

Der Angeklagte gab zu, die Wohnung bereitgestellt und Kontakte für Fahrzeugbeschaffung vermittelt zu haben. Allerdings betonte er, dies nur wegen der Mieteinnahmen von 5.000 Euro getan zu haben. „Als ich erfahren habe, was die machen, habe ich sie rausgeworfen“, sagte er vor Gericht.

## Polizeiliche Maßnahmen und Festnahmen Am 6. April 2025 eskalierte die Situation, als die Polizei zwei der mutmaßlichen Täter stellte. Bei der Konfrontation wurden beide angeschossen, einer konnte festgenommen werden, während der andere flüchtete. Der Flüchtende suchte Zuflucht in einer gemieteten Wohnung im 22. Bezirk Wiens.

Die Ermittlungen führten schließlich zur Identifizierung weiterer Bandenmitglieder, darunter auch des Algeriers, dessen Rolle als Unterstützer nun gerichtlich bestätigt wurde. Die Behörden gehen davon aus, dass die Gruppe gut vernetzt und international aktiv war, wobei Verbindungen in die Niederlande bestehen sollen.

## Gerichtsverfahren und Urteil Das Wiener Landesgericht wertete die Handlungen des Algeriers als entscheidend für den Erfolg der kriminellen Aktivitäten. Ohne seine logistische Hilfe wären viele der Anschläge nicht möglich gewesen, urteilten die Richter.

Das Strafmaß von sieben Jahren Haft spiegelt die Schwere der Vorwürfe wider. Der Algerier wurde nicht direkt an den Sprengungen beteiligt, aber seine Unterstützung ermöglichte der Bande ihr Vorgehen. Die Staatsanwaltschaft begrüßte das Urteil als wichtigen Schritt im Kampf gegen organisierte Kriminalität.

## Ausblick und Konsequenzen Mit der Verurteilung des Algeriers ist ein weiteres Mitglied der sogenannten „Bankomat-Sprenger-Bande“ zur Rechenschaft gezogen worden. Die Behörden arbeiten weiter daran, die restlichen Flüchtigen zu fassen und das Netzwerk vollständig zu zerschlagen.

Experten warnen vor der anhaltenden Bedrohung durch solche kriminellen Gruppen, die oft international agieren und moderne Technologien wie E-Roller für ihre Taten nutzen. Die österreichische Polizei hat ihre Präsenz in betroffenen Stadtteilen verstärkt, um weitere Anschläge zu verhindern.

Der Fall unterstreicht die Bedeutung von Zusammenarbeit zwischen nationalen und internationalen Strafverfolgungsbehörden, um derartige Netzwerke effektiv zu bekämpfen.