Die US-Regierung erwägt nach Informationen mehrerer Quellen, Spanien aus der NATO auszuschließen, nachdem sie dem Land mangelnde Unterstützung für die gemeinsamen Sicherheitsziele vorgeworfen hat.

Hintergrund der Diskussion

Die Diskussion über einen möglichen Ausschluss Spaniens aus dem Militärbündnis basiert auf internen E-Mails, die von zwei unabhängigen Quellen bestätigt wurden. Darin heißt es, die skizzierten Maßnahmen zielten unter anderem darauf ab, "schwierige" Länder von wichtigen oder prestigeträchtigen Positionen innerhalb der NATO auszuschließen. Diese seien jedoch "die absolute Basis für die NATO", wie es in einer der E-Mails weiter heißt.

Die USA unter Präsident Donald Trump haben wiederholt Kritik an den NATO-Partnern geübt, insbesondere an deren finanziellen Beiträgen zur gemeinsamen Verteidigung. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums bekräftigte diese Haltung mit den Worten: "Wie Präsident Trump gesagt hat, waren unsere NATO-Verbündeten trotz allem, was die USA für sie getan haben, nicht für uns da." Das Pentagon werde sicherstellen, dass der Präsident über glaubwürdige Optionen verfüge, damit die Verbündeten "nicht länger ein Papiertiger sind, sondern ihren Teil beitragen".

Reaktionen aus Spanien

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez reagierte am Freitag vor dem informellen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Zypern auf die Berichte. Er betonte, seine Regierung arbeite nicht auf der Grundlage von E-Mails. "Wir stützen uns auf offizielle Dokumente und Regierungspositionen, in diesem Fall der USA", sagte Sánchez.