Nach sechs Tagen in der Wildnis der Dolomiten ist ein italienisches Ehepaar am Donnerstagabend von einer Hubschrauberbesatzung lebend gefunden und in Sicherheit gebracht worden.

Rettung nach mehrtägiger Suche

Wie die Carabinieri und der italienische Bergrettungsdienst mitteilten, wurden die beiden Wanderer am sechsten Tag ihrer mehrtägigen Tour rund um die Padua-Hütte in einem dicht bewaldeten Gebiet auf etwa 1.600 Metern Höhe geortet. Beide waren laut den Einsatzkräften stark geschwächt und ausgetrocknet, aber weitgehend unverletzt. Nach der Erstversorgung vor Ort wurden sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Wanderung der beiden war nach Angaben der italienischen Zeitung il Resto del Carlino als reguläre Rundtour geplant gewesen. Auf dem anspruchsvollen Marini-Weg verliefen die erfahrenen Bergwanderer in einem dichten Kiefernwald vom markierten Pfad ab. Wegen einsetzender Dunkelheit und eines tiefen Abgrunds konnten sie ihren Abstieg nicht fortsetzen und mussten die erste Nacht im Freien verbringen.