Ein Gerichtsurteil erlaubt Schweizer Käseherstellern nun die Verwendung von speziellem Lochansatzpulver, um die charakteristischen Löcher im Emmentaler zu erhalten. Der Verband Emmentaler Switzerland musste vor Gericht ziehen, um die Zulassung des Pulvers durchzusetzen. Das Bundesverwaltungsgericht entschied zugunsten der Käseproduzenten, wie mehrere Quellen bestätigten. Das Lochansatzpulver besteht zu 100 Prozent aus gemahlenen Bio-Heublumen. Käsermeister Andreas Brunner setzt eine kleine Menge des Pulvers ein, um über 600 Kilogramm Käse herzustellen. Das Bundesamt für Landwirtschaft hatte die Verwendung zunächst infrage gestellt, doch das Gericht gab dem Antrag des Verbands statt. Der Emmentaler ist für seine typischen Löcher bekannt, die durch natürliche Gärprozesse entstehen. Durch modernere und sauberere Produktionsmethoden bilden sich diese jedoch weniger stark aus, was die Käsehersteller zum Einsatz des Lochansatzpulvers veranlasste.