Rohölpreise fallen bei schwacher Nachfrage und Konflikten

Der Rohölpreis ist am Donnerstag deutlich gesunken, während sich die globale Energiekrise durch anhaltende Konflikte im Nahen Osten und schwache Wirtschaftsdaten verschärft.

Wirtschaftliche Schwäche belastet Energiemärkte

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone stieg im ersten Quartal 2026 nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 0,8 Prozent im Jahresvergleich. Die Zahlen lagen damit unter den Erwartungen von 0,2 Prozent quartalsweise und 0,9 Prozent jährlich. Diese schwache Konjunkturentwicklung trägt zu Bedenken über eine sinkende Energienachfrage bei.

Gleichzeitig schloss der Juni-WTI-Rohöl-Future am Donnerstag mit einem Rückgang von 1,81 Dollar (-1,69 Prozent). Analysten führen dies auf lang anhaltende Liquidierungen und Sorgen vor einem Überangebot zurück, obwohl die US-Rohölproduktion in der Woche bis zum 24. April unverändert bei 13,586 Millionen Barrel pro Tag (bpd) blieb.

Eskalation im Nahen Osten verschärft Lieferengpässe

Die USA bereiten neue Militäroptionen gegen Iran vor, wie Regierungskreise bestätigten. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat einen Plan für eine „kurze und kraftvolle“ Angriffswelle ausgearbeitet und fordert die Entsendung von Hyperschallraketen in den Nahen Osten. Präsident Trump bekräftigte, die US-Marineblockade in der Straße von Hormus „will remain in full force“, bis eine vollständige Einigung erreicht ist.