Kapchorwa, 17 Juli 2026
Bei einem Schulbusunglück im ostafrikanischen Uganda sind nach Polizeiangaben mindestens zwanzig Kinder und ein Erwachsener ums Leben gekommen, als ein Bus am Donnerstagabend im Bezirk Kapchorwa von der Straße abkam.
Bei einem Schulbusunglück im ostafrikanischen Uganda sind nach Polizeiangaben mindestens zwanzig Kinder und ein Erwachsener ums Leben gekommen. Der Bus sei von der Straße abgekommen, gegen einen Felsen geprallt und habe sich überschlagen, erklärte die Polizei am Freitag im Onlinedienst X.
Das Fahrzeug war den Angaben zufolge auf der Rückfahrt von einem Schulausflug im Osten des Landes. Demnach ereignete sich das Unglück am Donnerstagabend im Bezirk Kapchorwa, nachdem der Fahrer offenbar die Kontrolle über das Fahrzeug verloren habe.
Hintergrund: Bezirk Kapchorwa
Weitere drei Erwachsene und mehrere Kinder seien verletzt worden. Die Polizei nannte zunächst keine Angaben zum genauen Hergang des Unfalls oder zum Zustand der Verletzten. Rettungskräfte waren demnach in der Region im Einsatz.
Der Bezirk Kapchorwa liegt im Osten Ugandas, nahe der Grenze zu Kenia. Die Region ist bergig und bekannt für ihre landwirtschaftliche Nutzung. Schulbusfahrten über teils unbefestigte Straßen sind in ländlichen Teilen des Landes keine Seltenheit.
Ermittlungen zur Unfallursache
Nach dem Unglück leiteten die Behörden Ermittlungen zur Unfallursache ein. Im Fokus steht dabei die Frage, warum der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Mögliche Faktoren wie der Zustand der Straße, die Witterungsverhältnisse oder technische Mängel am Bus werden geprüft.
Die Polizei kündigte an, weitere Informationen zum Unglück zu veröffentlichen, sobald die Ermittlungen dies zulassen. Familienangehörige der Opfer wurden über den Vorfall informiert. Lokale Medien berichteten über Trauer in den betroffenen Gemeinden.
Schulbusunglücke mit einer hohen Zahl an Todesopfern sind in Uganda in der Vergangenheit wiederholt vorgekommen. Kritiker verweisen seit Jahren auf den Zustand vieler Fahrzeuge, die fehlende Sicherheitsausstattung sowie auf teils unzureichend ausgebildete Fahrer. Auch die oft schlechte Qualität der Straßen in ländlichen Regionen wird als Risikofaktor genannt.
Verkehrssicherheit in Uganda
Internationale Hilfsorganisationen und lokale Behörden arbeiten in der Region Kapchorwa unter anderem an Programmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dazu gehören Schulungen für Fahrer, Kontrollen des Fahrzeugzustands sowie Aufklärungskampagnen für Eltern und Schulen.
Die ugandische Regierung hatte in den vergangenen Jahren Maßnahmen zur Senkung der Zahl von Verkehrstoten angekündigt. Dazu zählen verschärfte Kontrollen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Vorgaben zur Sicherheitsausstattung von Bussen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird international beobachtet.
Der Vorfall vom Donnerstagabend reiht sich in eine Serie schwerer Busunfälle in Ostafrika ein. Erst im vergangenen Jahr waren bei ähnlichen Unglücken in Uganda und Kenia Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden stehen unter Druck, die Ursachen systematisch aufzuarbeiten.
Ausblick und Reaktionen
Für die Familien der mindestens zwanzig getöteten Kinder und des erwachsenen Opfers beginnt nun die Zeit der Trauer. Lokale Gemeinden organisierten am Freitag erste Trauerfeiern. Die nationale Regierung kondolierte den Angehörigen und kündigte Unterstützung an.
Die Polizei in Uganda rief Zeugen des Unglücks auf, sich zu melden, um den Hergang des Unfalls rekonstruieren zu können. Auch die genaue Zahl der Verletzten und ihr Gesundheitszustand sollen in den kommenden Tagen aktualisiert werden.
