Die russische Wirtschaft steckt in ernsten Schwierigkeiten, nachdem ukrainische Drohnenangriffe auf Ölraffinerien, Pipelines und Exporthäfen erhebliche finanzielle Verluste verursacht haben.
Wirtschaftliche Einbrüche und Produktionsrückgänge
Russlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent gesunken, wie Präsident Wladimir Putin selbst einräumte. Die industrielle Produktion zeigt ebenfalls deutliche Rückgänge, was die ohnehin angeschlagene Wirtschaft weiter belastet. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet für das Jahr 2026 nur noch mit einem minimalen Wachstum von 0,6 Prozent, nachdem die Vorjahre bereits schwach ausfielen.
Laura Solanko, Wirtschaftsexpertin bei der Bank of Finland, betont die gravierenden Folgen der Angriffe: „Die Ausfälle haben zu erheblichen finanziellen Verlusten für Russland geführt.“ Die täglichen Einnahmeausfälle belaufen sich Schätzungen zufolge auf 70 bis 75 Millionen US-Dollar.
Ukraine-Drohnenangriffe treffen russische Ölinfrastruktur
Die ukrainischen Angriffe haben fast die Hälfte der russischen Ölexport-Infrastruktur zeitweise lahmgelegt. Bis zu 40 Prozent der Anlagen waren zeitweise außer Betrieb, was die Exportfähigkeit des Landes erheblich einschränkte. Die gezielten Schläge gegen Raffinerien und Pipelines haben nicht nur unmittelbare Produktionsausfälle verursacht, sondern auch langfristige Schäden an der Infrastruktur hinterlassen.
