Sewastopol, Krim, 18. April 2026 Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die von Russland besetzte Hafenstadt Sewastopol auf der Krim ist ein Öldepot in Brand geraten, während gleichzeitig weitere Angriffe auf russische Ölanlagen gemeldet wurden.
Eskalation der Angriffe auf Ölinfrastruktur
Die ukrainischen Streitkräfte haben ihre Angriffe auf russische Ölanlagen in den vergangenen Wochen deutlich intensiviert. Neben dem Brand im Öldepot von Sewastopol wurden auch das Öldepot in der Region Krasnodar sowie die Raffinerie in Nowokuibyschewsk im Gebiet Samara von Drohnen getroffen. Laut regionalen Krisenzentren blieb die Treibstoffversorgung in Sewastopol jedoch unbeeinträchtigt.
Zwei weitere Drohnen wurden über der Stadt Sewastopol von russischen Luftabwehrsystemen abgeschossen. Die ukrainische Militärführung verfolgt mit diesen Angriffen offenbar das Ziel, die Einnahmen Moskaus aus dem Ölexport zu reduzieren. Die Raffinerie in Nowokuibyschewsk hatte eine Produktionskapazität von 8,8 Millionen Tonnen pro Jahr und zählte damit zu den größeren Anlagen des Landes.
Hintergrund der Konflikte
Die Krim wurde 2014 von Russland annektiert, nachdem ein international nicht anerkannter Referendum durchgeführt worden war. Seitdem ist die Halbinsel ein umstrittenes Gebiet, das von der Ukraine weiterhin als Teil ihres Territoriums betrachtet wird. Der seit über vier Jahren andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat zu einer zunehmenden Eskalation geführt, bei der beide Seiten kritische Infrastrukturen ins Visier nehmen.
