Die ukrainischen Streitkräfte haben ihre Angriffe auf russische Ölanlagen und Exportterminals verstärkt, um Russlands Haupteinnahmequelle zu destabilisieren – eine Strategie, die bereits erhebliche Auswirkungen auf die russische Wirtschaft zeigt.
Angriffe auf strategische Ölhäfen
Seit Beginn des Jahres 2024 zielen ukrainische Angriffe gezielt auf russische Ölinfrastruktur, doch in den letzten Wochen haben sich die Attacken auf die wichtigsten Exporthäfen des Landes konzentriert. Besonders betroffen sind die Terminals in Primorsk und Ust-Luga, die eine zentrale Rolle für den russischen Ölexport spielen.
Allein das Terminal in Primorsk, das größte Ölexporthafen Russlands, wurde in den vergangenen zwei Wochen dreimal schwer getroffen. Diese Angriffe haben die Exportkapazitäten des Landes erheblich beeinträchtigt. Experten wie Boris Aronshtein schätzen, dass Russland durch die ukrainischen Attacken bis zu 50 Prozent seiner Ölexportkapazitäten verlieren könnte.
Wirtschaftliche Folgen für Russland
Trotz des aktuellen Anstiegs des Ölpreises auf über 120 US-Dollar pro Barrel – bedingt durch den Konflikt im Iran und die US-israelischen Angriffe – droht Russland ein erheblicher finanzieller Schaden. Zwar konnte Moskau in den ersten beiden März-Wochen unerwartete Einnahmen in Höhe von rund 6,9 Milliarden US-Dollar verbuchen, doch die ukrainischen Angriffe auf die Ölinfrastruktur könnten diese Gewinne zunichtemachen.
