Die russische Rhythmische Sportgymnastin Sofia Ilterjakowa hat bei der Weltcup-Veranstaltung in Sofia einen Eklat ausgelöst, indem sie sich während der Siegerehrung nicht zur ukrainischen Flagge drehte. Ilterjakowa hatte im Reifen-Wettbewerb die Silbermedaille gewonnen, während die Ukrainerin Taisija Onofrijtschuk Gold holte. Nach Angaben mehrerer Quellen blieb die Russin während der Nationalhymne und der Flaggenzeremonie demonstrativ mit dem Rücken zur ukrainischen Fahne stehen. Der ukrainische Verband reichte daraufhin einen offiziellen Protest bei der Internationalen Turnföderation (FIG) ein. "Wir fordern den Entzug der Silbermedaille und den Verlust ihres neutralen Status", erklärte das ukrainische Team. Die Athletin trat wie andere russische Sportlerinnen und Sportler unter neutraler Flagge an, da Russland aufgrund internationaler Sanktionen nicht mit Nationalsymbolen antreten darf. Ilterjakowas Trainerin Tatjana Sergajewa verteidigte ihre Athletin: "Sie war nervös und kannte möglicherweise nicht alle Details der Zeremonie." Die FIG hat bisher keine Stellungnahme zu dem Vorfall abgegeben. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen Russland und der Ukraine, die sich auch im Sport niederschlagen. Bereits in der Vergangenheit hatte es ähnliche Zwischenfälle bei internationalen Wettkämpfen gegeben.