Eine US-Bundesrichterin hat die einstweilige Verfügung aufgehoben, mit der das Verteidigungsministerium daran gehindert worden war, den KI-Konzern Anthropic als „Lieferkettenrisiko“ einzustufen und dessen Chatbot Claude für die Bundesbehörden zu sperren.
Hintergrund des Verfahrens
Im Mittelpunkt des Verfahrens steht Richterin Rita Lin, die in einer früheren Phase des Rechtsstreits dem Pentagon vorübergehend untersagt hatte, Anthropic als Lieferkettenrisiko zu führen. Zugleich blockierte sie die Durchsetzung einer in sozialen Medien verbreiteten Anweisung, die alle Bundesbehörden dazu aufgefordert hatte, Anthropic und dessen Chatbot Claude nicht mehr zu nutzen.
Mit der nun ergangenen Entscheidung wurde die einstweilige Verfügung ausdrücklich aufgehoben. Damit kann das Verteidigungsministerium die umstrittene Risiko-Einstufung wieder vornehmen und die Nutzung von Anthropics KI-Diensten durch Bundesstellen einschränken oder unterbinden. Das Gericht machte keine Angaben zu einer Begründung.
