Real Madrid hat José Mourinho als neuen Cheftrainer verpflichtet und damit die Rückkehr des 63-jährigen Portugiesen auf die Bank des spanischen Rekordmeisters besiegelt.

Der Wechsel wurde am Dienstagabend zunächst von Mourinhos bisherigem Klub Benfica Lissabon über die Plattform X öffentlich gemacht, bevor Real Madrid die Verpflichtung selbst bestätigte. Mourinho habe dem Transfer zugestimmt, teilte Benfica mit. In seinem Vertrag bei den Portugiesen war eine Ausstiegsklausel verankert, die den Weg nach Madrid nun freimachte. Der Kontrakt bei Real läuft über drei Jahre.

Für die Freigabe zahlt Real Madrid nach übereinstimmenden Berichten 15 Millionen Euro an Benfica Lissabon. Mourinho war in der laufenden Saison in der portugiesischen Hauptstadt tätig, verpasste dort jedoch den Meistertitel. Sein Vertrag in Lissabon hätte eigentlich noch ein Jahr länger Gültigkeit gehabt.

Bei Real Madrid übernimmt Mourinho einen Klub in sportlicher Unruhe. In der abgelaufenen Saison landete die Mannschaft in der Liga hinter dem Erzrivalen FC Barcelona. In der Champions League scheiterte das Team im Viertelfinale an Bayern München. Am Saisonende standen die Madrilenen ohne Titel da.

Sportliche Krise bei Real Madrid

Mourinho folgt auf Alvaro Arbeloa, der den Klub ebenfalls nicht zu einem Erfolg führen konnte und ohne Titel aus seinem Amt schied. Vor Arbeloa hatte Xabi Alonso die Mannschaft trainiert; der langjährige Mittelfeldstar war erst zu Saisonbeginn als Cheftrainer installiert worden, verließ den Klub jedoch nach einem halben Jahr wieder. Berichten zufolge gab es unter seiner Führung wiederholt Differenzen mit Starspielern wie Vinícius Junior.

Real Madrids Präsident Florentino Pérez gilt als großer Befürworter Mourinhos. Schon während dessen erster Amtszeit in Madrid zwischen 2010 und 2013 hatte Pérez den Trainer geholt. In jener Zeit sicherte sich Real unter Mourinho 2012 den spanischen Meistertitel in La Liga. Nun, 13 Jahre nach seinem Abschied, kehrt der als „The Special One" bekannte Coach an die Seitenlinie zurück.