Russlands Präsident Wladimir Putin treibt die Abkopplung des Landes vom globalen Internet voran, wobei massive Blockaden mittlerweile sogar die Hauptstadt Moskau betreffen.

Putins Forderungen und wirtschaftliche Spannungen

Während eines Treffens mit dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan in Moskau bekräftigte Putin seine Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der Europäischen Union. Er erklärte: *"Die Mitgliedschaft in einer Zollunion mit der Europäischen Union und mit der Eurasischen Wirtschaftsunion ist per definitionem schlicht unmöglich."* Diese Aussage unterstreicht die zunehmende wirtschaftliche Isolation Russlands, die auch in den Gaspreisen sichtbar wird.

Putin wies darauf hin, dass Europa derzeit etwa 600 US-Dollar für 1000 Kubikmeter Gas zahlt, während Armenien denselben Mengenpreis zu 177,5 US-Dollar beziehe. Diese Diskrepanz verdeutlicht die strategische Nutzung von Energie als politisches Druckmittel, ein Thema, das in den Gesprächen mit Paschinjan eine zentrale Rolle spielte.

Armeniens demokratischer Gegenentwurf

Premierminister Paschinjan nutzte den Moskau-Besuch, um die demokratischen Standards seines Landes zu betonen. Er erklärte, Armenien sei ein demokratischer Staat mit vollständig freien sozialen Netzwerken und ohne Einschränkungen. Damit positionierte er sich indirekt gegen Putins Bestrebungen, das Internet in Russland stärker zu kontrollieren.