Vor dem Landesgericht Leoben hat am 20. September 2026 der Prozess gegen eine Steirerin begonnen, die angeklagt ist, ihren elfjährigen Sohn getötet zu haben.

Die Angeklagte, eine Frau aus der Steiermark, muss sich wegen des Todes ihres elfjährigen Sohnes verantworten. Der Prozessauftakt fand am Landesgericht Leoben statt und zog wegen der Schwere des Vorwurfs und des jungen Opfers ein breites mediales Interesse auf sich. Über den genauen Hergang der Tat wurde vor Gericht bislang nicht im Detail berichtet; die Anklage wirft der Frau jedoch vor, für den Tod ihres Kindes verantwortlich zu sein.

Im Zentrum des ersten Verhandlungstages stand das Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen Frans van der Kallen. Der Experte erklärte, die Frau sei vor der Tat nicht psychisch krank gewesen. Ihr Denken sei zielgerichtet und strukturiert gewesen. Eine Psychose habe er nicht festgestellt. Mit dieser Einschätzung lieferte der Gutachter ein zentrales Argument für die Frage, in welchem Maß die Angeklagte zum Tatzeitpunkt für ihr Handeln verantwortlich gemacht werden kann.