Der österreichisch-kanadische Unternehmer Frank Stronach muss sich nun nur noch wegen fünf statt ursprünglich zwölf Vorwürfen vor Gericht verantworten, nachdem die Aussage einer Klägerin als unzuverlässig eingestuft wurde.
Reduzierung der Anklagepunkte
Die Anklage gegen Frank Stronach, Gründer des Automobilzulieferers Magna International, hat sich deutlich verringert. Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, wurden sieben der ursprünglich zwölf Anklagepunkte fallengelassen. Grund dafür ist die mangelnde Glaubwürdigkeit der Aussagen einer der Klägerinnen, wie das Ontario Superior Court in Toronto bestätigte.
Stronach, der in Aurora lebt, bestreitet alle Vorwürfe gegen ihn. Sein Verteidigungsteam hatte wiederholt auf Widersprüche in den Zeugenaussagen hingewiesen. Die Richterin Anne Molloy wies darauf hin, dass die verbleibenden fünf Anklagepunkte nun separat behandelt werden.
Reaktionen und weitere Schritte
Frank Stronach äußerte sich erleichtert über die Entscheidung des Gerichts. In einer kurzen Stellungnahme gegenüber der CBC betonte er: "I have always maintained my innocence, and today's development confirms that the truth is coming to light."
Die Staatsanwaltschaft hat noch nicht öffentlich Stellung bezogen, ob sie gegen die Entscheidung Berufung einlegen wird. Experten gehen jedoch davon aus, dass der Prozess mit den verbleibenden Anklagepunkten fortgesetzt wird. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest.
