In Spanien haben am Wochenende landesweite Proteste gegen die Wohnungsnot stattgefunden; Ministerpräsident Pedro Sánchez will laut El País die öffentliche Stimmung bewerten und anschließend über Neuwahlen entscheiden.
Die Demonstrationen richteten sich gegen die anhaltende Krise auf dem spanischen Wohnungsmarkt. Nach Informationen der Zeitung El País zogen am Wochenende in mehreren Städten – darunter Madrid und Valencia – tausende Menschen durch die Straßen, um ihrer Frustration über steigende Mieten und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum Ausdruck zu verleihen. Die Proteste waren Teil einer breit angelegten Mobilisierung, die seit Tagen über soziale Netzwerke koordiniert wurde.
Aus dem Umfeld von Sánchez hieß es, der Ministerpräsident wolle zunächst das Ausmaß des öffentlichen Unmuts ausloten, bevor er eine Entscheidung über die politische Richtung treffe. Die Vertrauensleute Sánchez' betonten gegenüber El País, dass die Regierung die Proteste sehr ernst nehme. Gleichzeitig müsse man abwarten, wie sich die Lage in den kommenden Tagen entwickle, bevor konkrete Schritte angekündigt würden.
