Der Potsdamer Stadtverordnete hat beschlossen, smarte Brillen mit Kamera und Mikrofon in städtischen Schwimmbädern und Saunen zu verbieten, und die Bäderlandschaft Potsdam will das Verbot in ihre Haus- und Badeordnung aufnehmen.
Die Fraktion Grüne/Volt hatte den Antrag eingebracht, der nun eine Mehrheit fand. Damit reagieren die Stadtverordneten auf eine Entwicklung, die aus ihrer Sicht die Privatsphäre der Badegäste gefährdet. Der Beschluss sieht vor, die Haus- und Badeordnung der Bäderlandschaft Potsdam um Smart Glasses mit Foto-, Video- und Tonaufnahmefunktion zu erweitern.
Begründung: Schutz der Privatsphäre
In der Begründung des Antrags heißt es, Aufnahmen würden zunehmend in sozialen Medien veröffentlicht, ohne dass die Betroffenen davon wüssten. Wörtlich formuliert die Fraktion: „Derzeit werden Aufnahmen zunehmend in sozialen Medien veröffentlicht, ohne dass die Betroffenen davon wissen." Badegäste in Badebekleidung hätten demnach ein berechtigtes Interesse an einem unbeobachteten Aufenthalt und müssten vor der missbräuchlichen Nutzung von Smart Glasses geschützt werden.
