Polizeischülerin (34) stirbt bei Stuibenfall-Unfall in Tirol | nachrichten360
Polizeischülerin stürzt bei Alpinausbildung in Tirol in den Stuibenfall und stirbt
Wien, 16. Juli 2026
AI-generated image (z-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Eine 34-jährige Polizeischülerin ist am Mittwoch bei einer Alpinausbildung am Stuibenfall-Klettersteig in Umhausen in Tirol in den gleichnamigen Wasserfall gestürzt und gestorben. Innenminister Gerhard Karner zeigte sich tief erschüttert und kondolierte den Angehörigen.
Eine 34-jährige Polizeischülerin ist am Mittwoch bei einer alpinen Ausbildung am Stuibenfall-Klettersteig in Umhausen im Tiroler Ötztal in den gleichnamigen Wasserfall gestürzt und trotz einer großangelegten Suchaktion am Abend nur noch tot geborgen worden.
Hintergrund des Unglücks
Nach ersten Angaben der Polizei ereignete sich der Sturz gegen 12.00 Uhr. Die Frau war im Zuge einer Alpinausbildung beim „Stuibenfall"-Klettersteig aus unbekannter Ursache offenbar in den gleichnamigen Wasserfall gestürzt. „Eine großangelegte Suchaktion nach einer 34-jährigen Polizeischülerin ist seit dem frühen Mittwochnachmittag in Umhausen im Tiroler Ötztal (Bezirk Imst) im Gang gewesen", berichtete die APA.
Unmittelbar nach dem Unfall wurde eine groß angelegte Suchaktion gestartet, an der mehrere Einsatzorganisationen beteiligt waren. Im Einsatz standen unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Umhausen, die Wasserrettung und die Bergrettung Umhausen sowie Wasserretter der Ortsstellen Innsbruck und Landeck. Zwei Hubschrauber unterstützten die Suche aus der Luft.
Die Suche wurde laut Medienberichten mittlerweile vom Wasserfall auf die Ötztaler Ache ausgeweitet. Die Einsatzkräfte suchten über mehrere Stunden intensiv nach der Frau, die von den Wassermassen mitgerissen worden war. Erst gegen 18.10 Uhr konnte die Vermisste am Fuß des Stuibenfalls entdeckt werden.
Suche und Bergung
„Für die 34-Jährige kam jedoch jede Hilfe zu spät – sie konnte nur noch tot geborgen werden", hieß es. Bis dahin war der Polizeisprecher am frühen Abend gegenüber der APA noch davon ausgegangen, dass die Verunfallte noch nicht gefunden worden sei: „Bis dato würde die Verunfallte noch nicht gefunden, sagte ein Polizeisprecher zur APA am frühen Abend."
Bei der Unfallstelle handelt es sich um die Seilbrücke über den Stuibenfall, einen der bekanntesten und höchsten Wasserfälle Tirols. „Der Unfall dürfte bei der Überquerung der Seilbrücke über den Wasserfall passiert sein", teilte die Polizei mit. Die genauen Umstände des Absturzes sind weiterhin unklar.
Ermittlungen zur Unfallursache
Mit den Ermittlungen zum Unfallgeschehen wurde die Alpinpolizei der Landespolizeidirektion Salzburg beauftragt. „Die genauen Umstände des Absturzes sind weiterhin unklar", erklärten die Ermittler. Der Klettersteig am Stuibenfall ist bei Touristen wie bei Einheimischen gleichermaßen beliebt und gilt als anspruchsvolle alpine Route.
Die alpine Ausbildung war Teil der polizeilichen Grundausbildung für Tiroler Polizistinnen und Polizisten. Die Behörden stellten den Unglücksort weiträumig ab, während Bergretter und Alpinpolizei Spuren sicherten. Augenzeugen wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Bundesinnenminister Gerhard Karner zeigte sich tief erschüttert über den Tod der jungen Frau. „Dieser tragische Verlust einer jungen Frau, die mitten aus dem Leben gerissen wurde, erschüttert mich und uns alle zutiefst", erklärte der Minister. Er sprach den Angehörigen sowie den Kolleginnen und Kollegen des Kurses sein tief empfundenes Beileid aus.
Reaktion aus dem Innenministerium
„Es gibt keine passenden Worte, um meiner Bestürzung und Fassungslosigkeit Ausdruck zu verleihen. Dennoch möchte ich der Familie und allen Angehörigen mein zutiefst empfundenes Beileid und Mitgefühl ausdrücken", sagte Karner weiter. „Mein Mitgefühl gilt auch den betroffenen Kurskolleginnen und Kurskollegen sowie dem Lehrpersonal."
Das Bundesministerium für Inneres (BMI) und die gesamte österreichische Polizei trauern um die 34-jährige Polizeischülerin aus Tirol. Der Innenminister betonte, dass die Angehörigen in der kommenden schweren Zeit auf jede Unterstützung zählen könnten. „Der Innenminister betonte, dass die Angehörigen in der kommenden schweren Zeit auf jede Unterstützung zählen könnten."
Psychologische Betreuung und Folgen
Zur Betreuung der Einsatzkräfte und der Ausbildungskolleginnen und -kollegen vor Ort steht der Psychologische Dienst des BMI zur Verfügung. Ergänzend ist das Kriseninterventionsteam des BMI für die Kolleginnen und Kollegen am Unglücksort erreichbar. Die genauen Modalitäten der psychologischen Erstversorgung wurden zwischen dem Innenministerium und der Landespolizeidirektion Tirol koordiniert.
Der Stuibenfall im Ötztal ist mit rund 150 Metern Fallhöhe einer der höchsten Wasserfälle Österreichs und ein beliebtes Ausflugsziel. Der Klettersteig führt entlang der Felswand neben dem Wasserfall und erfordert Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit. Die Rettungswege im Bereich des Wasserfalls sind anspruchsvoll, weshalb neben der Bergrettung auch spezialisierte Wasserretter zum Einsatz kamen.
Die Behörden wiesen darauf hin, dass der Klettersteig am Stuibenfall während der Bergungsarbeiten vorübergehend gesperrt wurde. Die Landespolizeidirektion Tirol richtete eine eigene Informationsstelle für Angehörige und Augenzeugen ein. Die Ermittlungen der Alpinpolizei Salzburg zum genauen Unfallhergang dauern an.
Die Polizei bat Wanderer und Klettersteiggeher in der Region um besondere Vorsicht. Die Witterungsbedingungen am Unglückstag werden in die Ermittlungen einbezogen. Ein Abschlussbericht der Alpinpolizei wird in den kommenden Wochen erwartet.
APA, 15.7.2026
Fragen & Antworten
Wer war die verstorbene Polizeischülerin und wie alt war sie?
Bei der Verunglückten handelt es sich um eine 34-jährige Polizeischülerin, die an einer alpinen Grundausbildung für Tiroler Polizeikräfte teilnahm. Zu ihrer Identität machten die Behörden keine weiteren Angaben.
Wie konnte die Frau erst am späten Abend gefunden werden?
Die Frau war gegen 12.00 Uhr in den Stuibenfall gestürzt und von den Wassermassen mitgerissen worden. Wegen der Strömung und der Höhe des Wasserfalls mussten Bergretter, Wasserretter und zwei Hubschrauber stundenlang suchen, ehe sie gegen 18.10 Uhr am Fuß des Wasserfalls entdeckt wurde.
Wer untersucht den genauen Unfallhergang?
Die Alpinpolizei der Landespolizeidirektion Salzburg wurde mit den Ermittlungen zur Unfallursache beauftragt. Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Sturz beim Überqueren der Seilbrücke über den Stuibenfall.