Der als "Pokerkönig" bekannte Unternehmer Peter Zanoni ist im Alter von 71 Jahren verstorben, wie mehrere Medien berichten. Der Wiener Geschäftsmann hatte Ende der 1990er-Jahre mit der Organisation von Pokerspielen begonnen und sich damit einen Namen in der Branche gemacht.
## Karriere als Pokerpionier Peter Zanoni gehörte zu den ersten, die Poker in Österreich als Geschicklichkeitsspiel etablierten. In den späten 1990er-Jahren, als Poker noch nicht als Glücksspiel eingestuft wurde, begann er, Turniere und Spiele anzubieten. Diese frühe Positionierung ermöglichte es ihm, ein lukratives Geschäft aufzubauen, das ihn schließlich als "Pokerkönig" bekannt machte.
Sein Concord Card Casino wurde zu einer festen Größe in der Wiener Spielszene. Zanoni profitierte von der rechtlichen Grauzone, die Poker damals umgab, und baute sein Unternehmen konsequent aus. Doch die Zeiten änderten sich, und mit ihnen die gesetzlichen Rahmenbedingungen.
## Juristische Auseinandersetzungen und Niedergang 2011 führte die österreichische Regierung eine Glücksspielabgabe ein, die Zanoni vehement ablehnte. Er weigerte sich nicht nur, die Abgabe zu zahlen, sondern kämpfte dagegen auch vor Gericht. Diese Entscheidung markierte den Beginn einer langen juristischen Auseinandersetzung, die sein Unternehmen belastete.
2019 lief schließlich seine alte Lizenz aus, und ein Jahr später musste sein Concord Card Casino Insolvenz anmelden. Die Steuerschulden des Unternehmens beliefen sich auf rund 600 Millionen Euro. Dieser finanzielle Zusammenbruch beendete Zanonis Karriere in der Pokerbranche abrupt.
Trotz der späteren Schwierigkeiten bleibt Peter Zanoni als einer der Pioniere des österreichischen Pokersports in Erinnerung. Sein Name ist untrennbar mit der frühen kommerziellen Entwicklung des Spiels in Österreich verbunden.
