Berlin, 12 Juni 2026

Der Entwickler Niantic hat über Jahre per Scan-Funktion in Pokémon Go rund 30 Milliarden Umgebungsaufnahmen gesammelt, die nun offenbar auch zur GPS-freien Navigation militärischer Drohnen genutzt werden – ein Umstand, der scharfe Kritik von Ethikern und Politikern auf sich zieht.

Die Anschuldigungen stützen sich auf einen Bericht des Fachmagazins DroneXL sowie auf Recherchen der niederländischen Zeitung Trouw. Demnach hat Niantic 2021 in das Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go ein neues Feature integriert: Wer an sogenannten Pokéstops seine Umgebung mit der Smartphone-Kamera filmt und die Aufnahmen an den Hersteller schickt, erhält eine Belohnung im Spiel. Im Hintergrund entstand daraus ein Datenschatz von nach eigenen Angaben rund 30 Milliarden Scans – Aufnahmen von Straßen, Parks, Sehenswürdigkeiten und anderen zivilen Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten.