Philipp Lahm, ehemaliger Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, hat die Bundesliga vor einem drohenden Rückstand auf internationalem Niveau gewarnt und kritisiert die defensive Entwicklung im deutschen Fußball.

Defensive Probleme in der Bundesliga

Lahm äußerte sich besorgt über die defensive Ausrichtung vieler deutscher Teams. Besonders kritisierte er die Rückkehr zum Manndeckungssystem, das seiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß ist. "Ich bin überrascht, dass so viele Verteidiger ihre Gegenspieler bis auf die Toilette verfolgen, selbst die Bayern tun es", sagte Lahm wörtlich.

Diese defensive Taktik sieht er als einen der Gründe für die wachsende Lücke zwischen der Bundesliga und den internationalen Top-Ligen. Er warnte davor, dass Deutschland denselben Weg wie Italien gehen könnte, dessen Liga in den letzten Jahren an internationaler Bedeutung verloren hat.

Spanien als Vorbild

Lahm betonte, dass Spanien derzeit der Maßstab im Fußball sei. Die spanische Nationalmannschaft und die Top-Clubs des Landes spielten eine klare Rollenverteilung und organisierten Kombinationsfußball, der international erfolgreich sei.

Damit widersprach er der berühmten Aussage von Gary Lineker, dass am Ende immer die Deutschen gewinnen. "Heute dominiert Spanien", so Lahm. Er forderte die Bundesliga auf, sich an diesem Vorbild zu orientieren, um den Anschluss nicht zu verlieren.