Patrick Wimmer wechselt von Wolfsburg zur TSG Hoffenheim
Sinsheim, 03 Juni 2026
Walkuraxx / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Kurzfassung
Der österreichische Nationalspieler Patrick Wimmer wechselt vom abgestiegenen VfL Wolfsburg zur TSG Hoffenheim und unterzeichnet einen Vertrag bis 2031. Der 25-Jährige, der kurz vor der WM im Kader von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick steht, trifft in Hoffenheim auf Coach Christian Ilzer und mehrere Landsleute.
Sinsheim, 03 Juni 2026
Der österreichische Fußball-Nationalspieler Patrick Wimmer wechselt vom Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg zur TSG 1899 Hoffenheim und hat dort einen Fünfjahresvertrag bis zum Sommer 2031 unterschrieben.
Der Wechsel wurde am Mittwoch von beiden Clubs bekanntgegeben und fällt zeitlich mit der unmittelbaren Vorbereitung der österreichischen Nationalmannschaft auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft zusammen. Wimmer steht im Kader von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick und gehört damit zu den WM-Teilnehmern, die in den kommenden Wochen international im Einsatz sein werden. Vor dem Turnier hatte der 25-Jährige wegen einer Oberschenkelverletzung pausieren müssen und war in der Relegation gegen den SC Paderborn nicht zum Einsatz gekommen.
Für die TSG Hoffenheim ist der Transfer von hoher sportlicher Bedeutung, da der Club in der abgelaufenen Saison mit dem fünften Tabellenplatz die Qualifikation für die UEFA Europa League erreicht hatte und den Kader für die zusätzlichen internationalen Belastungen verstärken will. Wimmer soll die offensive Reihe der Kraichgauer weiter aufwerten und gemeinsam mit den bestehenden Kräften die kommenden Aufgaben in Bundesliga und Europapokal angehen. Nach Angaben aus Medienberichten liegt die Ablösesumme bei rund zehn Millionen Euro.
Hintergrund: Wimmers Karriereweg
Der Mittelfeldspieler, der gebürtig aus Niederösterreich stammt, hatte seine Profikarriere bei Austria Wien begonnen und war dort unter dem damaligen Trainer Christian Ilzer in den Erwachsenenbereich aufgestiegen. Anschließend wechselte er 2022 von Arminia Bielefeld zum VfL Wolfsburg, wo er in vier Jahren zu einem Bundesliga-Profi mit insgesamt 125 Einsätzen, 16 Toren und 23 Vorlagen reifte. Beim VfL, der nach rund 30 Jahren in der Beletage des deutschen Fußballs in die Relegation musste und dort gegen Paderborn verlor, endet sein Vertrag nun mit dem Wechsel.
Bei der TSG trifft Wimmer auf ein vertrautes Umfeld: Mit Christian Ilzer als Cheftrainer, Andreas Schicker als Sportgeschäftsführer, Sportdirektor Paul Pajduch und seinem ÖFB-Teamkollegen Alexander Prass warten gleich mehrere Landsleute auf den 25-Jährigen. Diese österreichische Achse im Club soll den Übergang erleichtern und die sportliche Eingewöhnung beschleunigen.
In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Wimmer erfreut über die Rückkehr zu seinem früheren Förderer Ilzer und hob die Entwicklung des Clubs hervor. „Die TSG Hoffenheim hat in der vergangenen Saison eine beeindruckende Entwicklung genommen, mit spannenden Spielern und einem intensiven wie attraktiven Fußball. Zudem kenne ich den Trainer noch aus unserer gemeinsamen Zeit bei Austria Wien, als ich unter Chris Ilzer zum Profi wurde“, erklärte der Mittelfeldspieler. Außerdem fügte er hinzu: „Ich freue mich sehr, nun in Hoffenheim wieder unter ihm arbeiten zu können. Besonders bedanken möchte ich mich zudem bei Andreas Schicker und Paul Pajduch für die vertrauensvollen Gespräche, die mich vollends überzeugt haben.“
Reaktionen und Stimmen zum Wechsel
Von Seiten der TSG verwies Sportdirektor Paul Pajduch auf Wimmers bisherige Bundesliga-Leistungen und seine Eignung für das offensive Spielsystem. „Patrick ist mit seinem Profil offensiv variabel einsetzbar und hat seine Qualitäten in der Bundesliga bereits nachhaltig unter Beweis gestellt. Er passt aufgrund seiner intensiven Spielweise und Duellqualität hervorragend in unsere Spielidee“, sagte Pajduch. Wimmer habe zuvor „eine Vielzahl von Angeboten aus dem In- und Ausland“ erhalten, betonte der Sportdirektor zudem.
Für die TSG ist der Transfer auch vor dem Hintergrund der Kaderplanung ein wichtiger Baustein: Mit Prass, der bereits in Hoffenheim spielt, und Wimmer stehen dem Club zwei österreichische Nationalspieler zur Verfügung, die bei der kommenden WM Erfahrung sammeln und anschließend mit zusätzlichem Selbstvertrauen in die neue Saison gehen sollen. Ilzer kennt Wimmer aus der gemeinsamen Wiener Zeit und weiß um dessen Stärken in Eins-gegen-Eins-Situationen sowie in der Spieleröffnung.
Der VfL Wolfsburg verliert mit Wimmer einen Leistungsträger, der in den vergangenen Jahren zu den konstantesten Kräften im Wolfsburger Mittelfeld gehörte. Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga hatte sich die sportliche Perspektive für den 25-Jährigen verändert, sodass der Wechsel für beide Seiten eine logische Konsequenz darstellt. Wimmer war verletzungsbedingt in den entscheidenden Relegationsspielen nicht eingesetzt worden, was den Übergang in dieser Phase zusätzlich erleichterte.
Auswirkungen auf Wolfsburg
Mit 30 Länderspielen für das ÖFB-Team und reichlich Bundesliga-Erfahrung bringt Wimmer ein Profil mit, das auf dem deutschen Markt stark nachgefragt ist. Die TSG setzt damit auf einen Spieler, der trotz seines Alters bereits eine beachtliche Karrierestation vorzuweisen hat und nun auf internationaler Bühne sowie in der Bundesliga den nächsten Entwicklungsschritt nehmen soll.
Aus Sicht der österreichischen Nationalmannschaft bleibt Wimmer vorerst im Kader für die WM-Endrunde. Teamchef Rangnick kann somit auf einen eingespielten Spieler zurückgreifen, der in den kommenden Wochen in den Vorbereitungsspielen und beim Turnier selbst eine tragende Rolle übernehmen könnte. Nach dem Turnier wird Wimmer dann in Hoffenheim in die Bundesliga-Vorbereitung einsteigen.
Der Wechsel reiht sich in eine Reihe von österreichischen Spielern ein, die den Weg in die deutsche Bundesliga gefunden haben. Die familiäre Atmosphäre durch mehrere Landsleute in Hoffenheim gilt als zusätzlicher Faktor, der die Integration des Neuzugangs erleichtern soll. Sportlich eröffnet sich für Wimmer die Perspektive, sich in einem jungen, entwicklungsfähigen Team zu etablieren und international auf sich aufmerksam zu machen.
Bedeutung für Österreichs Nationalteam
Langfristig bindet sich der 25-Jährige mit dem Kontrakt bis 2031 an die TSG. Damit geht der Club ein deutliches Bekenntnis zu Wimmer ein und plant offenbar, ihn langfristig als zentralen Baustein der offensiven Achse aufzubauen. Für den Spieler bedeutet der Vertrag gleichzeitig eine Absicherung über den Zenit seiner sportlichen Leistungsfähigkeit hinaus.
Insgesamt bewerten Beobachter den Transfer als Win-Win-Situation: Die TSG erhält einen flexibel einsetzbaren Offensivspieler mit Bundesliga-Praxis, der VfL Wolfsburg kann mit der Ablöse seinen Kader für die kommende Zweitliga-Saison umbauen, und Wimmer selbst bekommt die Chance, sich in einem ambitionierten Umfeld weiterzuentwickeln und internationale Erfahrung zu sammeln. Die offizielle Bekanntgabe am Mittwoch markiert den formalen Auftakt in ein neues Kapitel seiner Karriere.
Hoffenheims sportliche Führung hatte den Wechsel als strategisch wichtigen Schritt im Hinblick auf die Doppelbelastung aus Bundesliga und Europa League eingeordnet. Mit Wimmer gewinnt das Team zusätzliche Tiefe im Kader und kann flexibler auf Verletzungen oder Formschwankungen reagieren. Die Verpflichtung eines weiteren Nationalspielers unterstreicht zudem die Ambitionen des Clubs, sich dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga zu etablieren.
Fragen & Antworten
Wer ist Patrick Wimmer?
Patrick Wimmer ist ein 25-jähriger österreichischer Mittelfeldspieler, der zuletzt beim VfL Wolfsburg unter Vertrag stand und 30 Länderspiele für das ÖFB-Team bestritten hat.
Warum verlässt Wimmer den VfL Wolfsburg?
Wimmer verlässt den VfL Wolfsburg, weil der Club nach einer fast 30-jährigen Bundesliga-Zugehörigkeit in die Relegation musste und dort gegen den SC Paderborn verlor, wodurch sich die sportliche Perspektive für den Spieler veränderte.
Was hat Wimmer bei der TSG Hoffenheim unterschrieben?
Wimmer hat bei der TSG 1899 Hoffenheim einen Fünfjahresvertrag bis zum Sommer 2031 unterschrieben; laut Medienberichten beträgt die Ablöse rund zehn Millionen Euro.
Wimmer-Wechsel zur TSG Hoffenheim: Fünfjahresvertrag bis | nachrichten360