Ein 18-jähriger Niederländer ist am 27. Juli 2026 gegen 15 Uhr bei einem Freizeitflug in Greifenburg im Bezirk Spittal an der Drau aus rund 150 bis 200 Metern Höhe abgestürzt und schwer verletzt worden.
Hergang des Unfalls
Der junge Pilot startete nach Angaben der Einsatzkräfte von einem behördlich genehmigten Startplatz in der Gemeinde Greifenburg, Bezirk Spittal an der Drau, zu einem Freizeitflug. Ersten Ermittlungen zufolge dauerte der Flug etwa vier bis fünf Minuten, ehe der Paragleitschirm aus bislang unbekannter Ursache zusammenklappte.
In der Folge geriet der 18-Jährige in eine Abwärtsspirale und verlor rasch an Höhe. Der ausgelöste Rettungsschirm konnte sich aufgrund der Drehbewegung nicht entfalten, wie die Einsatzstelle mitteilte. Der Pilot stürzte schließlich aus einer Höhe von etwa 150 bis 200 Metern auf ein Feld im Bereich des Greifenburger Badesees.
Ersthelfer und Besucher des Areals kümmerten sich unmittelbar um den Verunfallten. Ein 48-jähriger Mann, ebenfalls aus den Niederlanden, der den Unfall beobachtet hatte, setzte umgehend den Notruf ab und leitete damit die Rettungskette ein. Auch das Rote Kreuz war rasch vor Ort und übernahm die Erstversorgung des Schwerverletzten.
Rettung und medizinische Versorgung
Zur Bergung und zum schnellen Transport wurde der Rettungshubschrauber C7 angefordert. Das Team des Hubschraubers übernahm den Patienten und flog ihn in das LKH Villach, wo er weiter medizinisch versorgt wird. Über die genaue Art der Verletzungen sowie über den Gesundheitszustand des 18-Jährigen wurden zunächst keine näheren Angaben gemacht.
Die Ursache für das Zusammenklappen des Paragleitschirms ist nach Angaben der Behörden noch unklar. Fachleute prüfen derzeit, ob ein Materialproblem, ein Wettereinfluss oder ein Fehler bei der Flugführung den Vorfall ausgelöst haben könnten. Auch ein Gutachten zum Rettungsschirm ist Teil der laufenden Untersuchung.
Ursachenermittlung und Sicherheitsfragen
Der Unfallort liegt am Rande des beliebten Ausflugsziels rund um den Badesee von Greifenburg. Die Region Kärnten zählt in den Sommermonaten zu den stark frequentierten Fluggebieten für Paragleiter, weshalb Start- und Landeplätze behördlich geregelt und kontrolliert werden. An dem offiziell genehmigten Startplatz in Greifenburg waren zum Zeitpunkt des Unglücks keine weiteren Komplikationen gemeldet.
Einsatzkräfte und Behörden betonten, dass die Rettungskette in dem Fall reibungslos funktioniert habe. Vom Notruf über den Einsatz des Roten Kreuzes bis zur Luftrettung mit dem C7 seien alle Schritte zügig erfolgt. Damit habe dem Schwerverletzten schnell medizinische Hilfe zuteilwerden können.
Der Vorfall wirft zugleich Fragen zur Sicherheit von Freizeitflügen auf. Erfahrene Pilotinnen und Piloten verweisen auf die Bedeutung einer sorgfältigen Flugvorbereitung, regelmäßiger Materialkontrollen und der konsequenten Nutzung von Rettungsschirmen. Wie sich der Unfallhergang genau zugetragen hat, sollen die noch laufenden Ermittlungen zeigen.
