Papst Leo XIV. hat am Montag im Vatikan seine erste Enzyklika mit dem Titel 'Magnifica Humanitas' vorgestellt und damit ein deutliches Signal zu den Risiken und ethischen Grenzen der Künstlichen Intelligenz gesetzt.

Das mehr als 100 Seiten umfassende Dokument trägt den Untertitel 'Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz' und gilt als Regierungserklärung für sein Pontifikat. Es ist die erste Enzyklika des 70-jährigen US-Amerikaners, der seit Mai des Vorjahres als Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken weltweit amtiert.

Der Papst warnte vor dem Einfluss „kleiner, sehr einflussreicher Gruppen“, die „Informationen und Konsum lenken, demokratische Prozesse konditionieren und die wirtschaftliche Dynamik beeinflussen“ können. Diese Passage wird als verdeckte Kritik an Technologiekonzernen verstanden, ohne dass der US-Präsident Donald Trump namentlich genannt wird.