OpenAI verfehlt ChatGPT-Ziele wegen Kosten

Das KI-Unternehmen OpenAI hat interne Ziele für Nutzerzahlen und Einnahmen mit ChatGPT nicht erreicht, wie aus einem Bericht hervorgeht.

Finanzielle Herausforderungen

OpenAI steht vor erheblichen finanziellen Belastungen durch die hohen Kosten für Rechenleistung. Laut zwei Quellen, die mit den internen Zielen vertraut sind, konnte das Unternehmen weder die erwartete Nutzerzahl noch die geplanten Einnahmen mit seinem KI-Chatbot ChatGPT erreichen. Die Abweichungen seien signifikant, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ).

Die hohen Ausgaben für Rechenkapazitäten, insbesondere durch Cloud-Dienste wie Oracle und Advanced Micro Devices, haben die Budgetplanung von OpenAI belastet. Ein Insider verwies auf die "exponentiell steigenden Kosten" für die benötigte Infrastruktur. Sarah Friar, Finanzchefin des Unternehmens, hatte bereits früher vor den Risiken durch unkalkulierbare Ausgaben gewarnt.

Reaktionen und Ausblick

Markus Levin, Analyst bei Forge Global, kommentierte die Entwicklung mit Skepsis: "Die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität zeigt, wie schwer es ist, skalierbare KI-Modelle profitabel zu betreiben." Alice Li, eine weitere Expertin, betonte, dass solche Verzögerungen in der Branche nicht ungewöhnlich seien, aber Investoren dennoch verunsichern könnten.

OpenAI hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Berichten abgegeben. Das Unternehmen arbeitet jedoch weiter an der Optimierung seiner Technologie, um die Kosten langfristig zu senken. Decrypt, ein Fachmedium für Technologiethemen, berichtet von internen Diskussionen über mögliche Partnerschaften, um die Rechenlast zu verteilen.