Eishockey-WM: Österreich kämpft gegen USA ums Viertelfinale | nachrichten360
Österreichs Viertelfinal-Hoffnung lebt: Alles oder nichts gegen die USA
Zürich, 24. Mai 2026
AI-generated image (google/gemini-3.1-flash-image-preview via OpenRouter)
Kurzfassung
Trotz zweier Niederlagen am Pfingstwochenende hat Österreichs Eishockey-Nationalteam noch die Chance auf das WM-Viertelfinale. Am Dienstag muss dafür ein Sieg gegen Olympiasieger USA her, während Norwegen mit einem 4:1 gegen Tschechien überraschte.
Nach einem frostigen Pfingstwochenende mit Niederlagen gegen Deutschland und Finnland steht Österreichs Eishockey-Nationalteam vor dem entscheidenden Vorrundenspiel gegen die USA – ein Sieg am Dienstag in Zürich ist Pflicht für das Viertelfinale.
Das Pfingstwochenende war für Österreichs Eishockey-Nationalteam bei Temperaturen über 30 Grad in Zürich alles andere als erfreulich. Die Mannschaft von Teamchef Roger Bader kassierte zwei deutliche Niederlagen: ein 2:6 gegen Deutschland und ein 2:5 gegen Finnland.
Damit steht das Team nun mit dem Rücken zur Wand. Nur wenn Henrik Neubauer und seine Kollegen am Dienstag (16.20 Uhr, ORF 1) den Olympiasieger USA bezwingen, führt der Weg ins Viertelfinale. Rechnerisch ist die Chance noch intakt.
USA erfüllen Pflicht mit Mühe
Die USA ihrerseits erledigten ihre Pflichtaufgabe gegen Ungarn souverän. Mit einem 7:3-Erfolg wahrten die US-Amerikaner ihre Chance auf die K.-o.-Runde. Allerdings geriet der Favorit nach einer zwischenzeitlichen 4:0-Führung noch einmal ins Zittern.
Noch vor der ersten Pause erhöhte NHL-Superstar Matthew Tkachuk auf 2:0 (19. Minute). Im zweiten Drittel zogen die USA durch Treffer von Ryan Leonard (23.) und erneut Faulk (28.) auf 4:0 davon. Csanad Erdely verhinderte zwar ein US-Shutout (31.), doch Leonard stellte mit seinem zweiten Tor den Vier-Tore-Vorsprung wieder her (39.).
Im Schlussdrittel brachten Erdely (48.) und Gabor Tornayai (55.) mit zwei Toren Ungarn noch einmal auf zwei Tore heran, doch die USA ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Max Plantes Treffer zum 7:3 27 Sekunden vor der Sirene hatte nur noch statistischen Wert. Die Schussstatistik von 48:17 sprach eine klare Sprache zugunsten der US-Boys.
Norwegens Coup gegen den Weltmeister
Für den Titelverteidiger ist die Ausgangslage klar: Er benötigt am Dienstag einen Sieg gegen Österreich nach 60 Minuten, um Deutschland und Bader-Team im Kampf um den Viertelfinal-Platz hinter sich zu lassen.
Eine faustdicke Überraschung gelang Norwegen. Mit einem überzeugenden 4:1-Erfolg gegen den favorisierten Weltmeister von 2024, Tschechien, überholten die Skandinavier den Titelträger in der Tabelle und stehen als Zweiter fix im Viertelfinale – zum ersten Mal seit 14 Jahren.
Norwegen erwischte einen Blitzstart. Havard Östrem Salsten (3. Minute) und Michael Brandsegg-Nygard (7.) sorgten früh für eine 2:0-Führung. Tschechien kam durch Jaroslvan Chmelar zwar noch im ersten Drittel zum Anschlusstreffer (16.), doch danach bissen sich die Favoriten an Goalie Henrik Haukeland die Zähne aus.
Abstiegskampf und deutsche Pflicht
Martin Ronnild (48.) und erneut Brandsegg-Nygard besiegelten für Tschechien die insgesamt zweite Turnierniederlage, allerdings die erste nach regulärer Spielzeit. Zuletzt war Norwegen 2012 bei der WM in Stockholm und Helsinki im Viertelfinale vertreten gewesen.
Der norwegische Erfolg unterstreicht die Leistungsdichte des Turniers. Auch die Kanadier waren von den Skandinaviern an den Rand einer Niederlage gebracht worden, ehe sie sich mit 6:5 in der Verlängerung durchsetzten.
Im Abstiegskampf setzte sich das favorisierte Slowenien mit 5:1 gegen Italien durch. Italien, das einen Sieg nach 60 Minuten gebraucht hätte, ging durch einen Treffer in der 23. Minute in Führung, doch ab der Spielhälfte schalteten die Slowenen einen Gang höher und spielten den Aufsteiger schwindelig.
Showdown um das Viertelfinale
Damit steht Italien nach Großbritannien als zweiter Absteiger in die Division 1 fest.
Deutschland löste seine Pflichtaufgabe gegen Großbritannien ebenfalls: 6:3 hieß es am Ende. Nach dem ersten Drittel stand es bereits 3:0, insgesamt trugen sich sechs verschiedene deutsche Spieler in die Torschützenliste ein.
All diese Ergebnisse rücken das Direktduell zwischen Österreich und den USA am Dienstag in den Mittelpunkt. Black-Wings-Stürmer Henrik Neubauer gab sich vor dem Endspiel kämpferisch: "Ich glaube an uns", sagte er in Zürich.
Das Spiel wird zum Showdown um das letzte Viertelfinal-Ticket. Österreich muss nicht nur gewinnen, sondern dies innerhalb der regulären Spielzeit; bei Punktgleichheit würden andere Kriterien greifen.
Baders Appell und die Schlüssel zum Erfolg
Teamchef Roger Bader mahnte zur Konzentration: Man dürfe sich von den bisherigen Niederlagen nicht verunsichern lassen, müsse aber in der Defensive stabiler stehen und die Chancen konsequenter nutzen.
Der Gegner USA hat im Turnierverlauf gezeigt, dass er verwundbar ist, vor allem wenn ihn ein Underdog früh unter Druck setzt. Dennoch verfügen die Amerikaner über enorme individuelle Klasse, angeführt von NHL-Stars wie Matthew Tkachuk.
Sollte Österreich das Viertelfinale erreichen, wäre es der größte Erfolg der jüngeren Verbandsgeschichte. Die Mannschaft hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann.
Die Entscheidung fällt am Dienstagnachmittag im Zürcher Hallenstadion. Anpfiff ist um 16.20 Uhr, ORF 1 überträgt live.
Fragen & Antworten
Wer ist Henrik Neubauer?
Henrik Neubauer ist Stürmer der Black Wings und Teil des österreichischen Nationalteams bei der Eishockey-WM. Er gab vor dem Spiel gegen die USA die Devise aus: "Ich glaube an uns."
Was muss Österreich tun, um das Viertelfinale zu erreichen?
Österreich muss am Dienstag den Titelverteidiger USA nach 60 Minuten besiegen, um Deutschland und das Team von Roger Bader in der Tabelle hinter sich zu lassen und das Viertelfinal-Ticket zu lösen.
Warum ist Norwegens Sieg historisch?
Norwegen besiegte den Favoriten Tschechien mit 4:1 und zog damit zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder in ein WM-Viertelfinale ein. Zuletzt war das 2012 in Stockholm und Helsinki gelungen.