Das österreichische Parlament erwägt die Gründung einer eigenen Personalagentur, um Besucherdienstleistungen flexibler und kostengünstiger zu organisieren. Laut aktuellen Plänen soll die neue Agentur mit einem Budget von 10 bis 12 Millionen Euro ausgestattet werden und sowohl Personal als auch Finanzmittel auslagern. Derzeit beschäftigt das Parlament über 100 Zeitarbeiter zusätzlich zu den 500 festangestellten Mitarbeitern. Nationalratspräsident Walter Rosenkranz betonte: *"Es darf kein Tabu geben, wenn es um sinnvolle Sparmaßnahmen angesichts der Budgetkürzungen der Regierung geht."* Die Finanzprokuratur übt jedoch Kritik an dem Vorhaben und warnt vor einer Schwächung der Verwaltung. Gleichzeitig verzeichnet das Parlament derzeit Höchstwerte bei den Besucherzahlen, erwartet aber künftig einen Rückgang. Die Diskussion über die geplante Agentur wird vor dem Hintergrund gestiegener Kosten und der Suche nach effizienteren Strukturen geführt. Bisher gibt es noch keine finalen Entscheidungen zu dem Projekt.