Österreich hat mehrere Überfluganträge des US-Militärs abgelehnt, weil diese in direktem Zusammenhang mit dem Iran-Krieg standen und damit die Neutralität verletzt hätten. Wie das Verteidigungsministerium bestätigte, gibt es zwar kein generelles Verbot für US-Militärüberflüge im österreichischen Luftraum. Allerdings werden Anträge abgewiesen, wenn sie mit militärischen Operationen verbunden sind, die gegen die Neutralitätspolitik des Landes verstoßen. Grundlage dafür ist das Truppenentsendegesetz von 2002, das ausländische Militäreinheiten nur unter bestimmten Bedingungen durch österreichisches Gebiet lassen darf. Laut den Behörden sind Überflüge zur Umsetzung von UN-Sicherheitsratsresolutionen erlaubt. Jede Bewegung ausländischer Truppen muss jedoch angemeldet werden, einschließlich der genauen Route sowie detaillierter Angaben zu Waffen, Munition und Personal. Im Jahr 2026 wurden insgesamt 5.127 Überflüge ausländischer Militärflugzeuge über Österreich registriert. In 36 Fällen wurden unbefugte Überflugversuche abgewehrt, bevor die Maschinen den Luftraum erreichten. Zudem mussten 19 Mal Kampfjets starten, um mögliche Verstöße zu überprüfen oder zu verhindern. Hintergrund der strengen Kontrollen ist die österreichische Neutralität, die seit dem Staatsvertrag von 1955 ein zentrales Element der Außenpolitik darstellt. Die Ablehnung von Überflügen mit Bezug zum Iran-Krieg unterstreicht diese Haltung erneut.