Am Dienstag hat Österreich den sogenannten "Meat Exhaustion Day" erreicht – den Tag, an dem die Bevölkerung rechnerisch die jährlich empfohlene Fleischmenge bereits verbraucht hat, wie die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" mitteilte.
Alarmierende Zahlen zum Fleischkonsum
Die von der "Eat Lancet Kommission" empfohlene Jahresration von 16,4 Kilogramm Fleisch pro Kopf wurde damit bereits am 13. April überschritten. Tatsächlich liegt der durchschnittliche Verbrauch in Österreich jedoch bei 58 Kilogramm pro Person und Jahr – mehr als das Dreifache der wissenschaftlich fundierten Empfehlung.
Besonders deutlich wird das Missverhältnis am Beispiel des österreichischen Nationalgerichts: Während laut "Vier Pfoten" pro Woche nur 2,1 Schnitzel verzehrt werden sollten, landen statistisch gesehen 7,44 Schnitzel auf den Tellern. "Eigentlich müssten angesichts dieser Zahlen alle Alarmglocken schrillen", sagte Veronika Weissenböck, Kampagnenleiterin von "Vier Pfoten".
Gesundheits- und Umweltfolgen
Die exzessive Fleischproduktion und der hohe Konsum haben weitreichende Konsequenzen. "Wir müssen endlich zur Kenntnis nehmen, was dieser Exzess bedeutet: Abgesehen vom enormen Tierleid riskieren wir unsere Gesundheit und gefährden darüber hinaus unsere Umwelt massiv", betonte Weissenböck.
