Dresden, 17 Juli 2026
Am Freitag soll im Prozess gegen die mutmaßliche NSU-Unterstützerin Susann E. aus Zwickau das Urteil vor dem Oberlandesgericht Dresden verkündet werden.
Die 45-Jährige ist angeklagt wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen. Laut Bundesanwaltschaft soll Susann E. der als NSU-Mittäterin verurteilten Beate Zschäpe mehrfach ihre Identität geliehen haben, als diese im sächsischen Zwickau im Untergrund lebte. Die Angeklagte soll Zschäpe unter anderem ihre Krankenkassenkarte für Arztbesuche überlassen haben.
Die Bundesanwaltschaft wirft ihr vor, der NSU-Terroristin Zschäpe ihren Personalausweis und ihre Krankenkassenkarte für Arzttermine überlassen zu haben. Darüber hinaus soll sie bei der Anmietung eines Wohnmobils geholfen haben, das der NSU bei seinem letzten Raubüberfall nutzte. Davon geht die Bundesanwaltschaft aus, dass Susann E. von den rassistischen Morden des NSU wusste.
