Die Fifa hat keine Pläne, Iran bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft durch Italien zu ersetzen, wie aus Kreisen des Weltverbands bekannt wurde. Der Vorschlag war zuvor von einem Sondergesandten des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump unterbreitet worden.
Ablehnung des Vorschlags
Der italienische Sportminister Andrea Abodi hat die Idee einer Teilnahme Italiens anstelle Irans bei der WM deutlich zurückgewiesen. In einer Stellungnahme bezeichnete er den Vorschlag als "not appropriate" und betonte, dass die italienische Nationalmannschaft nicht kurzfristig für das Turnier nachnominiert werde.
Hintergrund des Vorschlags war offenbar der Versuch, Spannungen zwischen den USA und Italien zu verringern. Diese waren entstanden, nachdem die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für dessen Äußerungen über Papst Leo XIV. kritisiert hatte. Paolo Zampolli, Trumps Sondergesandter, hatte den Tausch vorgeschlagen, um die diplomatischen Beziehungen zu verbessern.
Stellungnahme der Fifa
Die Fifa äußerte sich nicht offiziell zu Zampollis Idee, verwies jedoch auf eine Aussage ihres Präsidenten Gianni Infantino aus der vergangenen Woche. Infantino hatte klargestellt: "The Iranian team is coming, for sure." Damit bekräftigte er die Teilnahme Irans am Turnier.
