Die zuständige Wasserrechtsbehörde reduziert den Abfluss des Attersees in die Ager, weil der Seespeicher wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit im Salzkammergut deutlich gesunken ist.

Die Wasserrechtsbehörde hat am Donnerstag eine Reduktion des Abflusses aus dem Attersee in die Ager angeordnet. Hintergrund ist der niedrige Wasserstand des Sees, der nach Wochen mit hoher Verdunstung und ausbleibenden Niederschlägen deutlich unter den langjährigen Mittelwert gefallen ist. Mit der Drosselung soll verhindert werden, dass zusätzliches Wasser aus dem See in den Unterlauf der Ager abgegeben wird, solange keine Niederschläge in Sicht sind.

Hintergrund: Warum der Attersee unter Druck steht

Umweltstaatssekretär Stefan Kaineder sprach sich für ein rasches Vorgehen aus. "Wir müssen jetzt handeln und dürfen nicht warten, bis die Ager nur noch ein Rinnsal ist. Wasser, das wir heute kontrolliert zurückhalten, hilft uns, die kommenden trockenen Wochen besser zu überstehen", sagte Kaineder. Er verwies darauf, dass eine vorausschauende Bewirtschaftung der Speicherseen im Salzkammergut notwendig sei, um sowohl die Trinkwasserversorgung als auch die Ökologie der Flüsse abzusichern.