Der bekannte Moderator Markus Lanz hat in einem Interview mit dem Magazin Stern offen über seine Selbstzweifel und die prägenden Erfahrungen seiner Kindheit gesprochen. Der 57-Jährige berichtete von harter Arbeit in seiner Jugend und den langfristigen Auswirkungen auf sein Selbstwertgefühl.

Kindheit in Südtirol

Markus Lanz wuchs in Südtirol, Italien, auf und musste bereits als Kind schwer arbeiten. Er verbrachte Zeit in Kartoffelfeldern und arbeitete als Tellerwäscher in Hotels. Diese Erfahrungen beschreibt er als belastend und prägend.

"Und dabei habe ich ständig von Leuten gesagt bekommen, was ich zu tun habe. Das war üble Kinderarbeit und hat mich sehr geprägt", sagte Lanz im Gespräch mit Stern. Die ständige Fremdbestimmung und die harten Arbeitsbedingungen hinterließen bei ihm ein tiefes Gefühl der Minderwertigkeit.

Der Moderator betonte, dass solche Erlebnisse bei vielen Menschen aus armen Verhältnissen ähnliche Spuren hinterlassen. Er selbst habe lange mit den Folgen dieser Erfahrungen gekämpft.

Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle

Lanz sprach auch offen über die psychischen Auswirkungen seiner Kindheit. "Rumgeschubst zu werden, ist ein Minderwertigkeitskomplex, den viele arme Leuten haben. Und es war auch mein Minderwertigkeitskomplex", erklärte er. Diese Gefühle begleiteten ihn lange und beeinflussten sein Selbstbild.

Trotz seiner erfolgreichen Karriere im deutschsprachigen Fernsehen habe er immer wieder mit Selbstzweifeln zu kämpfen gehabt. Die frühen Erfahrungen hätten ihm das Gefühl gegeben, "nicht gut genug" zu sein, wie er im Interview andeutete.

Der Moderator reflektierte, wie diese Prägungen sein Leben und seine Berufswahl beeinflusst haben. Seine Offenheit in dem Gespräch zeigt, wie tief solche Kindheitserlebnisse wirken können – selbst bei Menschen, die später öffentlichen Erfolg haben.