Neuer „Masters of the Universe“-Film: He-Man kehrt mit großer Geste und viel Ironie auf die Leinwand zurück
Los Angeles, 04 Juni 2026
Dulce Osuna / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Kurzfassung
Mit Nicholas Galitzine als He-Man und Jared Leto als Skeletor startet eine neue Live-Action-Verfilmung von „Masters of the Universe“ in den Kinos. Regisseur Travis Knight inszeniert das Fantasy-Abenteuer als Hommage an die Animationsserie der 1980er-Jahre – mit opulenter Ausstattung, einer Laufzeit von 142 Minuten und einem Soundtrack, an dem auch Queen-Gitarrist Brian May mitwirkte.
Los Angeles, 04 Juni 2026
Nicholas Galitzine schlüpft in die Rolle von Prinz Adam alias He-Man, Idris Elba spielt Duncan, genannt Man-at-Arms, und Jared Leto tritt als Bösewicht Skeletor auf: Die neue Live-Action-Verfilmung „Masters of the Universe“ ist seit Anfang Juni 2026 in den Kinos zu sehen.
Die Verfilmung der Spielzeug- und Serienreihe „Masters of the Universe“ ist nach jahrelangen Entwicklungen und Gerüchten, die bis ins Jahr 2007 zurückreichen, nun Realität geworden. Regie führt Travis Knight, der zuvor das „Transformers“-Spin-off „Bumblebee“ inszeniert hatte. Der Film wird von Amazon MGM und Sony Pictures gemeinsam verteilt und läuft mit einer Laufzeit von 142 Minuten in den Kinos.
Vom Spielzeugklassiker zur Leinwand
Im Mittelpunkt steht Prinz Adam, der als Kind durch ein magisches Portal von seinem Heimatplaneten Eternia auf die Erde geschickt wird. Dort wächst er zunächst verborgen auf, bevor ihn die Bedrohung durch Skeletor zurück in seine Heimat ruft. Die Erzählung beginnt laut Bericht mit einer Rahmenhandlung in Eternia, die den jungen Adam bei einer wenig ruhmreichen Waffenausbildung zeigt, und springt dann in ein Erwachsenenleben, in dem Adam in einem irdischen Büro arbeitet.
Nicholas Galitzine, geboren 1994, übernimmt die Doppelrolle des He-Man und seines irdischen Alter Egos. Der britische Schauspieler sprach mit der Deutschen Presse-Agentur in London über die Last, eine derart ikonische Figur zu verkörpern. „Natürlich habe ich einen gewissen Druck gespürt, allein schon, weil ich einer so ikonischen Figur gerecht werden wollte“, sagte Galitzine. Gleichzeitig beschrieb er die Dreharbeiten als überraschend leicht: „Irgendwann wird dieser Druck dann einfach Teil der täglichen Routine. Und ehe man sich versieht, steht man am Set im Lendenschurz und verprügelt die Bösewichte. Das macht einfach riesigen Spaß.“
Galitzine über die Last der ikonischen Rolle
An seiner Seite spielt Idris Elba, der laut Besetzungsliste Duncan, besser bekannt als Man-at-Arms, verkörpert – einen Mentor und Waffenmeister. Elba war bereits in den „Thor“-Filmen des Marvel-Universums zu sehen. Als Teela, die kampferprobte Tochter Duncans, ist Camila Mendes zu sehen, die durch die Serie „Riverdale“ bekannt wurde.
Die Besetzung der Schurkenrolle sorgte im Vorfeld für Schlagzeilen: Jared Leto, Oscar-Preisträger für „Dallas Buyers Club“, übernimmt die Rolle des Skeletor. Wie aus dem dpa-Bericht hervorgeht, ist das Studio bemüht, Letos Beteiligung an der Promotion gering zu halten. Hintergrund sind Berichte über eine frühere #MeToo-Auseinandersetzung sowie ein Trailer-Witz über He/Him-Pronomen, der konservative Kritiker auf den Plan rief. Im fertigen Film wurde Letos Stimme offenbar stark nachbearbeitet, sodass sie nicht mehr erkennbar ist.
Jared Leto als Skeletor – und die Kontroversen
Travis Knight erklärte gegenüber der dpa, was ihn an dem Stoff reizt: „Ich habe mich daran erinnert, warum ich überhaupt He-Man-Fan geworden bin. Da gab es Science-Fiction und Fantasy, Roboter und Laserpistolen, Barbaren in pelzigen Lendenschurzen mit riesigen Schwertern – und überall diese verrückte, knallbunte Farbenpracht. Die Designs waren total abgefahren. Es war so seltsam, so eigenwillig, ein bisschen albern und gleichzeitig unglaublich unterhaltsam.“ Die visuelle Gestaltung des Films orientiere sich bewusst an der ursprünglichen Animationsserie aus dem Jahr 1983 sowie an Heavy-Metal-Albumcovern der 1980er-Jahre.
Für die musikalische Untermalung zeichnet Komponist Daniel Pemberton verantwortlich, der unter anderem auch den Score zu „The Astronaut – Project Hail Mary“ schrieb. Pemberton beschrieb die Partitur als „groß, opernhaft und theatralisch“ – angelehnt an „Flash Gordon“, einen seiner Lieblingsfilme. Zudem steuerte Queen-Gitarrist Brian May Studiobeiträge zum Score bei.
Vertraute Schurken und neue Gesichter
Die Handlung des Films greift zentrale Motive der Vorlage auf: Skeletors Truppen greifen die Stadt Eternos an, und die Zauberin Sorceress schickt den jungen Prinzen Adam mit dem Schwert auf den Heimatplaneten seiner Mutter, die Erde. Jahre später verliert Adam das magische Schwert auf der Erde und muss es suchen, bevor er nach Eternia zurückkehrt, um sich Skeletor entgegenzustellen.
Neben den bekannten Figuren wie Trap-Jaw, Beast-Man und Spikor treten auch Ram-Man, Fisto und Mekaneck auf – Namen, die ursprünglich aus der Action-Figuren-Reihe der frühen 1980er-Jahre stammen. Zudem enthält der Film neue Figuren, die in der klassischen Vorlage nicht vorkommen. Der Plot verbindet eine ernste Geschichte über Macht und Männlichkeit mit augenzwinkernden Anspielungen auf das Spielzeugmaterial.
Für Schmunzler sorgt unter anderem eine Szene, in der Adam auf der Erde heimlich nach Schwertern googelt – angelegt als ironischer Kommentar auf die absurde Prämisse. In der Besprechung des Films heißt es, der Ton schwanke zwischen Parodie, ernstem Drama und selbstreferenziellem Humor; die Spezialeffekte, Kostüme und Actionszenen seien teuer, die Kostüme zugleich aber auch „albern“.
Vergleich mit der Verfilmung von 1987
Der Film kommt nicht umhin, sich an einem Vorgänger messen zu lassen: Die „Masters of the Universe“-Verfilmung von 1987 mit Dolph Lundgren in der Titelrolle war an den Kinokassen ein Flop, auch weil die Handlung nach einer Eröffnung in Eternia auf die Erde verlagerte – ein Umstand, der viele Fans enttäuschte. Die neue Produktion greift die Erde ebenfalls als Handlungsort auf, versucht aber, den Wechsel zwischen den Welten stärker in die Mythologie einzubetten.
Die Rezeption fällt laut vorliegender Besprechung gemischt aus: Einerseits wird „brutale Langeweile“ beklagt, andererseits „eine Menge Action“. Die Rezensentin merkt an, dass in der Spielzeit des Films sechs Folgen der Originalserie von 1983 Platz fänden – ein Hinweis auf das als behäbig empfundene Tempo. Positiv hervorgehoben werden das Fantasy-Action-Setting mit Monsterheeren, Raumschiffen, explodierenden Burgen, Dschungeln und Lavahöhlen sowie die Referenzen an Metal-Cover und Spielzeugreihe.
Rezeption: Action trifft auf Langeweile
In Großbritannien und den USA ist der Film bereits angelaufen. Über einen möglichen Deutschlandstart macht der vorliegende dpa-Bericht keine konkreten Angaben. Fans sollten nach dem Abspann sitzen bleiben: Der Film enthält eine Post-Credits-Szene.
Mit dem neuen Kinofilm geht eine fast zwanzigjährige Phase des Wartens zu Ende. Bereits um das Jahr 2007 waren erste Gerüchte über eine neue Verfilmung aufgekommen, ehe nun unter der Regie von Travis Knight und mit einem prominenten Ensemble die erste große Leinwand-Adaption seit dem gescheiterten Versuch von 1987 in die Kinos kommt.
Fragen & Antworten
Wer spielt die Hauptrolle in der neuen „Masters of the Universe“-Verfilmung?
Nicholas Galitzine übernimmt die Doppelrolle des Prinzen Adam und seines Alter Egos He-Man. Der 1994 geborene Brite gab der Deutschen Presse-Agentur in London ein Interview zum Film.
Warum wurde Jared Leto von der Promo-Tour des „Masters of the Universe“-Films weitgehend ausgeschlossen?
Nach Angaben des dpa-Berichts versucht das Studio, Letos Beteiligung an der Werbung für den Film gering zu halten. Hintergrund sind eine frühere #MeToo-Auseinandersetzung sowie Reaktionen konservativer Kritiker auf einen He/Him-Pronomen-Witz im Trailer.
Wie unterscheidet sich die neue Verfilmung vom „Masters of the Universe“-Film aus dem Jahr 1987?
Der damalige Film mit Dolph Lundgren floppte an den Kinokassen, unter anderem weil die Handlung nach einer Eröffnung in Eternia auf die Erde verlegt wurde. Die Neuverfilmung greift den Wechsel zwischen den Welten ebenfalls auf, bindet ihn aber stärker in die Mythologie der Figur ein und orientiert sich visuell an der Animationsserie von 1983.
Masters of the Universe 2026: Besetzung, Handlung, Kinostart | nachrichten360