Mehr als sieben Monate nach dem spektakulären Raub von Kronjuwelen im Pariser Louvre haben belgische Ermittler eine mögliche neue Spur entdeckt: Auf Handys von Frachtdieben fanden sich Fotos aus der betroffenen Galerie d'Apollon.

Die Aufnahmen wurden auf Mobiltelefonen osteuropäischer Tatverdächtiger sichergestellt, die in Belgien wegen Frachtdiebstählen in Haft sitzen. Die Auswertung der Bilder dauert nach Angaben der Ermittler noch an.

Der Juwelenraub ereignete sich am 19. Oktober 2025 in der Galerie d'Apollon des Louvre. Zwei maskierte Täter drangen über einen Balkon im ersten Stock in das Museum ein und bedrohten das Personal. Die gesamte Aktion dauerte nur wenige Minuten.

Der Tathergang im Oktober 2025

Die Täter hatten einen Lastwagen mit Hebebühne neben dem Museum geparkt. Während zwei Komplizen auf Motorrollern auf der Straße warteten, nutzten die anderen beiden die Hebebühne, um auf den Balkon zu gelangen. Die gestohlenen Kronjuwelen haben einen geschätzten Wert von 88 Millionen Euro.

Unmittelbar nach dem Einbruch nahmen französische Ermittler Kontakt zu ihren belgischen Kollegen auf. Sie befürchteten, dass die Juwelen auf dem Schwarzmarkt der Antwerpener Diamantenhändler auftauchen könnten. Ein ähnlicher Fall hatte sich 2016 ereignet, als in Paris geraubter Schmuck der TV-Persönlichkeit Kim Kardashian angeblich auf dem Antwerpener Schwarzmarkt verkauft wurde.