Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat den Vorwurf eines Völkermords im Gazakrieg als "die größte Lüge des Jahrhunderts" bezeichnet und damit die Debatte über das militärische Vorgehen seines Landes erneut international angeheizt.
Die Äußerung Netanyahus fällt in eine Phase, in der die Beziehung zwischen Israel und den Vereinigten Staaten nach Einschätzung des israelischen Journalisten Amos Harel erkennbar unter Spannung steht. Harel schrieb laut den vorliegenden Berichten, Netanyahu habe seinen Wählern zuletzt "dieselbe wunderbare Beziehung zu Trump schmackhaft zu machen – eine Beziehung, in der schon seit Langem Risse zu erkennen sind, die sich nur noch vertieft haben, je chaotischer ihr gemeinsames Abenteuer im Persischen Golf wird". Damit beschreibt Harel eine zunehmend belastete Achse zwischen Jerusalem und Washington, die gleichzeitig mit wachsender internationaler Kritik an der Kriegsführung in Gaza konfrontiert ist.
