Iranische Drohnenangriffe haben am 5. April 2026 schwere Schäden an Energie- und Petrochemieanlagen in Kuwait und Bahrain verursacht, darunter auch eine Anlage des Kunststoffherstellers Borouge, an dem die österreichische OMV zu 50 Prozent beteiligt ist.

Schäden in Kuwait und Bahrain

Die Angriffe führten zu erheblichen Zerstörungen an kritischer Infrastruktur in beiden Golfstaaten. In Kuwait wurden Regierungsgebäude und zwei Kraft- und Entsalzungsanlagen schwer beschädigt, wobei zwei Stromgeneratoren ausfielen. Die Behörden bestätigten, dass die Angriffe von Iran aus gesteuert wurden.

In Bahrain meldete das staatliche Energieunternehmen Bapco Energies einen Brand an einer Lagerstätte nach einem Drohnenangriff. Ebenfalls betroffen war die Gulf Petrochemical Industries Company (GPIC), bei der mehrere Anlagen in Brand gerieten. Die genauen Ausmaße der Schäden sind noch nicht vollständig bekannt, doch bestätigten lokale Quellen, dass die Angriffe gezielt auf die Energieversorgung abzielten.

Beteiligung der OMV an Borouge

Der österreichische Energiekonzern OMV hält gemeinsam mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) jeweils 50 Prozent an Borouge International, einem Joint Venture im Bereich der Kunststoffproduktion. Obwohl keine direkten Angriffe auf Borouge-Anlagen gemeldet wurden, bestätigten Quellen, dass die allgemeinen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Region auch Auswirkungen auf die Lieferketten und Betriebsabläufe des Unternehmens haben könnten.