Nach dem WM-Finale: Paredes und Molina lösen mit Tätlichkeiten gegen spanische Spieler Empörung aus
Buenos Aires, 21. Juli 2026
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Kurzfassung
Nach der 0:1-Niederlage Argentiniens gegen Spanien im WM-Finale haben sich Leandro Paredes und Nahuel Molina zu Tätlichkeiten gegen spanische Spieler hinreißen lassen. Der Vorfall überschattet den verdienten Titelgewinn der spanischen Mannschaft, der erst in der Verlängerung feststand.
Nach der 0:1-Niederlage Argentiniens gegen Spanien im WM-Finale haben sich die argentinischen Nationalspieler Leandro Paredes und Nahuel Molina zu Tätlichkeiten gegen spanische Gegenspieler hinreißen lassen und damit eine Debatte über Fairness im Weltfußball ausgelöst.
Das Endspiel am 21. Juli 2026 entschied Spanien mit 1:0 nach Verlängerung für sich. Während und nach dem Schlusspfiff kam es jedoch zu unschönen Szenen: Die Argentinier Leandro Paredes und Nahuel Molina ließen sich nach der Niederlage zu Tätlichkeiten gegen spanische Spieler hinreißen. Mehrere internationale Sportmedien berichteten übereinstimmend über die Vorfälle, die den sportlichen Ausgang in den Hintergrund drängten.
Der argentinische Kapitän Lionel Messi wandte sich am Tag nach dem Finale auf Instagram an die Öffentlichkeit. „Der Schmerz ist unermesslich, und diese Wunde braucht Zeit zum Heilen", schrieb Messi. Zugleich gratulierte Messi Spanien zum zweiten Weltmeistertitel nach 2010 und erklärte: „Es ist schwer, unseren Erfolg jetzt schon vollends zu würdigen, aber diese Mannschaft hat zwei WM-Finale in Serie erreicht".
Messis Reaktion auf die Niederlage
Messi würdigte zudem den Zusammenhalt im Land nach der Enttäuschung: „Wieder einmal ist es uns gelungen, als Land zusammenzustehen und den immensen Stolz, Argentinier zu sein, zu teilen", erklärte der Superstar. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Anhängern: „Vielen Dank von ganzem Herzen für jede Nachricht und jeden Gruß".
In Spanien brachen nach dem ersten Titelgewinn seit 2010 ausgelassene Feiern aus. In Madrid wurde die Nacht und den gesamten folgenden Tag durchgefeiert. Am Montagabend kehrte die Mannschaft in der Hauptstadt ein, nach einem Besuch im Königspalast stand die große Siegerparade durch Madrids Straßen auf dem Programm. Am zentralen Cibeles-Platz wurden bis zu einer Million Menschen zur großen WM-Feier erwartet, ehe die Stars in den verdienten Urlaub entlassen wurden.
Auf ORF verfolgten auch um Mitternacht noch rund zwei Millionen Zuschauer den Endspiel-Krimi bis zum Schluss und feierten im Anschluss den verdienten neuen Weltmeister. Die Kommentatoren werteten den Titelgewinn Spaniens als „glasklar verdient" nach einem über weite Strecken zähen Finale.
Spanien feiert den Titel
In der statistischen Einordnung fällt auf, dass der regierende Weltmeister Argentinien nach 90 Minuten einen Expected-goals-Wert von 0,0 aufwies – ein aus Sicht der Fachwelt außergewöhnlicher Wert, der die Offensivschwäche der Südamerikaner untermauert. Spanien kontrollierte über weite Strecken das Geschehen und nutzte eine seiner wenigen klaren Chancen zum entscheidenden Treffer.
Unter den kritischen Stimmen meldete sich auch der österreichische Fußball-Experte Marc Janko zu Wort. Der 70-fache Teamspieler war für ServusTV bei der WM im Einsatz und kritisierte organisatorische Entscheidungen des Weltverbandes FIFA. So zeigte er sich empört darüber, dass die Halbzeitpause von 15 auf 27 Minuten ausgedehnt wurde, um eine Halftime-Show inszenieren zu können. Auch eine mögliche Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 64 Starter lehnte Janko strikt ab: „Ich halte überhaupt nichts davon, wenn jetzt über eine zusätzliche Aufstockung auf 64 Starter diskutiert wird".
Kritik an FIFA und ÖFB
Aus Österreich kam zudem die Forderung nach politischer Aufarbeitung. Der ÖFB-Vorsitzende Josef Pröll forderte eine „lückenlose Aufklärung" der Vorfälle rund um das Finale. „Die vom ÖFB-Vorsitzenden Josef Pröll eingeforderte 'lückenlose Aufklärung' darf nicht nur ein frommer Wunsch bleiben", hieß es in der Berichterstattung. Worum genau es bei dieser Aufklärung gehen soll, blieb zunächst offen, doch der Verband steht offenbar unter Erklärungsdruck.
Der Blick richtet sich bereits auf die kommende Weltmeisterschaft. Bis zur nächsten WM, die 2030 unter anderem auch eine Partie in Buenos Aires vorsieht, sind es vier Jahre. Dann könnte auch Messi noch einmal eine Rolle spielen – er stünde bei Beginn des Turniers kurz vor seinem 43. Geburtstag. Ob der argentinische Kapitän dann erneut auflaufen wird, gilt allerdings als fraglich.
Ausblick auf die WM 2030 in Buenos Aires
Für den spanischen Verband und seine Spieler ist der Titel ein historischer Erfolg. Marc Cucurella ist erst der elfte Spieler, der Weltmeister, Champions-League-Sieger, Spieler der WM und den Ballon d'Or gewonnen hat. Diese Sammlung individueller Auszeichnungen unterstreicht den Stellenwert des aktuellen spanischen Teams in der Fußball-Geschichte.
Im Nachgang des Finals überschatteten vor allem die Bilder der Auseinandersetzungen die sportliche Bilanz. Dass ausgerechnet der scheidende Vize-Weltmeister Argentinien mit unsportlichen Szenen auffiel, verstärkt die Debatte über den Umgang mit Emotionen nach großen Niederlagen. Verbandsfunktionäre und Trainer werden sich positionieren müssen, ob disziplinarische Konsequenzen zu erwarten sind.
Internationale Sportkommentatoren verwiesen darauf, dass Spielern bei klaren Tätlichkeiten im Anschluss an ein Endspiel Sperren und Geldstrafen drohen. Welche Sanktionen die FIFA im konkreten Fall verhängt, war zunächst unklar. Fest steht, dass die Verbände der betroffenen Spieler mit Nachfragen der Disziplinarkommission rechnen müssen.
Mögliche Konsequenzen für Paredes und Molina
In argentinischen Medien wurde der Vorfall bereits ausführlich diskutiert. Die einen sehen in Paredes und Molina Sündenböcke für eine insgesamt schwache Vorstellung, die anderen sehen die Schuld beim Trainerteam, das die Mannschaft offensiv kaum in Szene setzen konnte. Auch die Diskussion um die taktische Ausrichtung dürfte nach dieser Niederlage neu entflammen.
Unabhängig von den Vorfällen schloss sich der Kreis: Spanien feierte einen Triumph, der in Europa seinesgleichen sucht. Der zweite WM-Titel nach 2010 bestätigt den Generationenwechsel in der spanischen Nationalmannschaft und gibt dem Team um den neuen alten Kapitän Rückenwind für die kommenden Großereignisse.
Bleibt die Erinnerung an ein Finale, das sportlich über weite Strecken hinter den Erwartungen zurückblieb und durch die unsportlichen Szenen nach dem Schlusspfiff einen bitteren Beigeschmack erhielt. Argentinien muss sich neu sortieren – sportlich wie disziplinarisch. Spanien darf sich feiern lassen und den Beginn einer neuen Ära einläuten.
Fragen & Antworten
Welche argentinischen Spieler waren in die Tätlichkeiten gegen Spanien verwickelt?
Nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien ließen sich Leandro Paredes und Nahuel Molina zu Tätlichkeiten gegen spanische Gegenspieler hinreißen, wie mehrere internationale Medien übereinstimmend berichteten.
Wie reagierte Lionel Messi auf das verlorene Finale?
Messi schrieb am Tag nach dem Spiel auf Instagram, der Schmerz sei unermesslich und die Wunde brauche Zeit zum Heilen. Gleichzeitig gratulierte er Spanien zum zweiten WM-Titel nach 2010.
Welche Kritik übte Marc Janko an der WM-Organisation?
Der österreichische Fußball-Experte Marc Janko kritisierte die Ausdehnung der Halbzeitpause auf 27 Minuten für eine Halftime-Show und sprach sich gegen eine Aufstockung des WM-Teilnehmerfeldes auf 64 Starter aus.
Paredes Skandal nach WM-Finale: Tätlichkeiten gegen Spanien | nachrichten360