Russlands Außenminister Sergej Lawrow gab am 26. März ein Interview für den französischen Sender France 2, das später vom Kreml inhaltlich verändert wurde. In dem ursprünglichen Gespräch behauptete Lawrow, Russland verteidige das Völkerrecht, das von den USA verletzt werde, und nicht in erster Linie den Iran. Zudem bestritt er, dass die russische Armee in der Ukraine gezielt Zivilisten angegriffen habe. Die französische Außenministerin Jean-Noël Barrot widersprach diesen Aussagen scharf: *"Lügen zur besten Sendezeit zu wiederholen, macht sie nicht zur Wahrheit"*, sagte Barrot und betonte, Russlands Handlungen in der Ukraine seien Verstöße gegen internationales Recht. Das russische Außenministerium veröffentlichte eine bearbeitete Version des Interviews auf seinem YouTube-Kanal, die erhebliche Abweichungen zur Originalausstrahlung aufwies. Dabei wurden der französischen Journalistin Léa Salamé Worte in den Mund gelegt, die sie nie gesagt hatte. Die Manipulation wirft erneut Fragen zur Transparenz russischer Medienauftritte auf. Bisher hat sich die russische Regierung nicht zu den Änderungen geäußert.