Die heurige Festspieloper „Tosca“ von Giacomo Puccini im burgenländischen St. Margarethen setzt Regisseur Thaddeus Strassberger als konsequentes Kammerspiel in Szene, bei dem eine überdimensionale Kanone die Szenerie beherrscht.
Zum Auftakt der heurigen Festspieloper „Tosca“ nimmt eine gewaltige Kanone einen nicht minder großen Himmelsboten am Rande des Steinbruchs ins Visier. Statt auf großen Bühnenzauber setzen Thaddeus Strassberger und sein Team nach den Worten der Rezensenten diesmal auf Verzicht: „Beim Kammerspiel der ‚Tosca‘, das die 24 Stunden des Kampfes der Sängerin Tosca um das Leben ihres inhaftierten Geliebten Cavaradossi gegen den despotischen Polizeichef Scarpia zeigt, verzichten Strassberger und sein Team hingegen weitgehend auf Glamour und Konfetti.“ Dies ist heuer nicht das Ziel von Thaddeus Strassberger, der im burgenländischen Opernhotspot bereits eine „Aida“ und eine „Turandot“ vorgelegt hatte, die durchaus auf Bühnenzauber setzten.
