Cajibío, Kolumbien, 26. April 2026
Bei einem Bombenanschlag in der südwestkolumbianischen Stadt Cajibío sind mindestens 14 Zivilisten getötet und mehr als 38 Menschen verletzt worden, darunter fünf Minderjährige.
Hintergrund
Kolumbien, der weltweit größte Produzent von Kokain, erlebt seit Jahren gewaltsame Konflikte zwischen bewaffneten Gruppen, Drogenkartellen und staatlichen Sicherheitskräften. Die Region Cauca, zu der Cajibío gehört, ist besonders betroffen. Innerhalb von zwei Tagen gab es in den Regionen Cauca und Cauca-Tal 26 bewaffnete Angriffe.
Am Freitag wurde bei einem Angriff auf einen Militärstützpunkt in der Region Cali eine Person getötet. Die jüngste Eskalation der Gewalt wirft Fragen nach der Sicherheitslage und der Kontrolle bewaffneter Gruppen auf.
Reaktionen
Der Gouverneur von Cauca, Octavio Guzmán, bezeichnete den Anschlag als eine „Tragödie“ und warnte vor einer „terroristischen Eskalation“. In einer emotionalen Stellungnahme sagte er: „Es gibt keine Worte, die ausreichen, um den Schmerz zu beschreiben, den wir heute empfinden.“
Präsident Gustavo Petro machte „Terroristen, Faschisten und Drogenhändler“ für den Angriff verantwortlich. Seine Äußerungen unterstreichen die komplexen Machtverhältnisse in der Region, wo verschiedene bewaffnete Gruppen um Einfluss kämpfen.
